Ausbildung bei Douglas: Berufe, Vergütung, Bewerbung – mit Insider-Einblicken
Eine Ausbildung bei Douglas ist für viele Schulabgänger der direkte Einstieg in die Beauty-Branche. Die DOUGLAS Group bildet in ihren Filialen und am Headquarter mehrere Berufe aus – vom Kaufmann im Einzelhandel über den Gestalter für visuelles Marketing bis zum Fachinformatiker. Dieser Ratgeber zeigt, welche Ausbildungsberufe Douglas anbietet, wie die Ausbildung abläuft, was über die Vergütung bekannt ist und wie die Bewerbung funktioniert. Ergänzt wird das Bild durch Zitate aus einem exklusiven Interview mit dem Talent-Acquisition-Verantwortlichen des Konzerns sowie durch eine ehrliche Einordnung der Arbeitgeber-Bewertungen.
Douglas als Arbeitgeber im Steckbrief
Bevor es um Berufe, Ablauf und Bewerbung geht, hier die wichtigsten Unternehmensfakten im Überblick. Douglas blickt auf eine lange Handelsgeschichte zurück und zählt heute zu den großen europäischen Beauty-Händlern: Die DOUGLAS Group tritt mit den Marken DOUGLAS, NOCIBÉ, parfumdreams und Niche Beauty auf und bezeichnet sich als führenden Omnichannel-Anbieter für Premium-Beauty in Europa.
| Fakt | Angabe |
|---|---|
| Unternehmen | DOUGLAS Group (Parfümerie Douglas) |
| Hauptsitz | Düsseldorf |
| Geschichte | Die Ursprünge der Marke Douglas reichen bis 1821 zurück |
| Branche und Geschäftsmodell | Beauty-Einzelhandel, Omnichannel-Handel mit Filialen und Online-Shop |
| Marken der Gruppe | DOUGLAS, NOCIBÉ, parfumdreams, Niche Beauty |
| Umsatz Geschäftsjahr 2024/25 | 4,58 Milliarden Euro |
| Nettogewinn Geschäftsjahr 2024/25 | 175,4 Millionen Euro |
| Filialen | 1.959 inklusive Franchise (Stand Dezember 2025) |
| Ausbildungsstandorte | Filialen in ganz Deutschland sowie Headquarter Düsseldorf und Hagen |
| Einstiegswege | Ausbildung in Filiale und Headquarter, duales Studium, Weiterbildungen (z. B. Handelsfachwirt) |
Die Kennzahlen stammen aus der Berichterstattung zum Geschäftsjahr 2024/25 (Quelle: retail-news.de, 18. Dezember 2025, mit Bezug auf die Unternehmenszahlen der DOUGLAS Group). Der Nettogewinn hat sich demnach im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Für dich als Bewerber ist vor allem die Standortfrage relevant: Ausgebildet wird an zwei Arten von Orten – in den Parfümerien im ganzen Bundesgebiet und in den Zentralbereichen in Düsseldorf und Hagen, wo unter anderem E-Commerce, Marketing und IT sitzen.

Welche Ausbildungsberufe bietet Douglas an?
Das Ausbildungsangebot von Douglas lässt sich in drei Gruppen einteilen: Berufe in den Filialen, Berufe am Headquarter und duale Studiengänge. Der Schwerpunkt liegt klar auf dem Einzelhandel – die meisten Azubis starten in den Stores. Die folgende Tabelle zeigt das Gesamtangebot im Überblick:
| Ausbildungsberuf | Dauer | Einsatzort | Typische Voraussetzung |
|---|---|---|---|
| Kaufmann im Einzelhandel | 3 Jahre | Filialen deutschlandweit | Mittlere Reife oder Abitur |
| Verkäufer | 2 Jahre | Filialen deutschlandweit | Hauptschulabschluss oder mittlere Reife |
| Parfümeriefachverkäufer | 3 Jahre | Filialen deutschlandweit | Mittlere Reife, Interesse an Beauty |
| Fachkraft für Lagerlogistik | 3 Jahre | Logistik- und Zentralbereiche | Hauptschulabschluss oder mittlere Reife |
| Gestalter für visuelles Marketing | 3 Jahre | Filialen und Visual-Merchandising-Teams | Mittlere Reife, gestalterisches Talent |
| Fachinformatiker (Systemintegration oder Anwendungsentwicklung) | 3 Jahre | Headquarter Düsseldorf/Hagen | In der Regel (Fach-)Abitur |
| Duales Studium BWL-Handel oder E-Commerce (Kooperation mit der FOM Düsseldorf) | 6–7 Semester | Düsseldorf | (Fach-)Abitur |
| Duales Studium Business Administration (Schwerpunkte wie Marketing, HR, Management, Finance) | 6–7 Semester | Düsseldorf | (Fach-)Abitur |
Die Angaben zu Dauer und Voraussetzungen beschreiben den üblichen Rahmen dieser Berufe; verbindlich ist immer die konkrete Stellenausschreibung im Karriereportal. Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung der Ausbildungszeit möglich.
Kern des Angebots ist die Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel mit Beauty-Fokus. Du lernst den kompletten Filialalltag kennen: Kundenberatung zu Parfum, Hautpflege und Make-up, Warenpräsentation, Kassentätigkeiten und Bestellwesen. Hinzu kommen Kosmetik-Schulungen, in denen du Produktwissen aufbaust – von Duftrichtungen bis zu Wirkstoffen in der Hautpflege. Diese Spezialisierung unterscheidet die Ausbildung bei Douglas von einer generischen Einzelhandelsausbildung bei einem Drogerie- oder Lebensmittelhändler – etwa der Ausbildung bei dm oder der Ausbildung bei Rewe.
Die zweijährige Verkäuferausbildung ist der kürzere Einstieg und eignet sich, wenn du schneller ins Berufsleben willst oder deinen Schulabschluss noch ausbauen möchtest. Bei guter Leistung kannst du anschließend das dritte Jahr zum Kaufmann im Einzelhandel anschließen. Der Parfümeriefachverkäufer wiederum beschreibt bei Douglas die Beauty-spezialisierte Variante der Verkaufslaufbahn mit besonders intensivem Produkttraining.
Zwei Berufe fallen aus dem Filialmuster heraus. Als Gestalter für visuelles Marketing gestaltest du Schaufenster, Flächen und Kampagnen – ein Beruf für Bewerber mit nachweisbarem gestalterischem Talent; laut Bewerbungsratgebern dauert die Ausbildung drei Jahre. Und als Fachinformatiker am Headquarter arbeitest du an der technischen Seite des Konzerns, etwa an der E-Commerce-Plattform, die für Douglas als Omnichannel-Händler ein zentrales Standbein ist.
Ebenfalls abseits der Verkaufsfläche arbeitest du als Fachkraft für Lagerlogistik. In den Logistik- und Zentralbereichen des Konzerns kümmerst du dich um Warenannahme, Kommissionierung und Bestände – du sorgst dafür, dass Parfum und Pflegeprodukte vom Lager in die Filialen und zu den Online-Kunden gelangen. Für einen Omnichannel-Händler mit einem großen Online-Shop ist dieser Beruf ein stiller, aber zentraler Baustein des Geschäftsmodells – und ein Einstieg, der ohne direkten Kundenkontakt im Verkauf auskommt.
Wer studieren möchte, findet bei Douglas zwei duale Studienwege: BWL-Handel beziehungsweise E-Commerce in Kooperation mit der FOM Düsseldorf sowie Business Administration mit Schwerpunkten in Marketing, Personal, Management oder Finance. Beide Varianten verbinden Praxisphasen im Unternehmen mit dem Studium und setzen in der Regel Abitur oder Fachabitur voraus. Der Einsatzort ist jeweils Düsseldorf: In den Praxisphasen arbeitest du direkt in den Zentralbereichen, etwa im E-Commerce, im Marketing oder im Personalbereich, während die Theoriephasen an der FOM stattfinden. Beworben wird über denselben Headquarter-Prozess, den wir weiter unten Schritt für Schritt beschreiben.
Wie läuft die Ausbildung bei Douglas ab?
Die Ausbildung folgt dem dualen System: Praxis im Betrieb plus Theorie in der Berufsschule. Nach Angaben von Ausbildungsportalen verbringen Azubis in den Filialen rund drei Tage pro Woche im Store und zwei Tage in der Berufsschule. Dort stehen Warenkunde, Verkaufspsychologie, Warenwirtschaft und Marketing auf dem Stundenplan. Die betriebliche Praxis ergänzt Douglas um interne Schulungen, in denen es um Sortiment, Beratungstechniken und aktuelle Markenlaunches geht.
In der Filiale durchläufst du die zentralen Aufgabenbereiche des Parfümerie-Alltags: Beratung und Verkauf auf der Fläche, Kasse, Warenannahme und -pflege sowie die Umsetzung von Kampagnen und Dekorationen. Diese Mischung aus Kundenkontakt und Warenarbeit macht den Alltag abwechslungsreich – und zeigt dir schnell, ob dir der Verkauf liegt.
Die Ausbildungsdauer liegt je nach Beruf bei zwei bis drei Jahren. Abgeschlossen wird sie mit der Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer; eine Zwischenprüfung gibt dir unterwegs eine Standortbestimmung. Die Abschlussprüfung umfasst im Einzelhandel schriftliche und mündliche Teile; im mündlichen Teil steht typischerweise ein Verkaufs- und Beratungsgespräch. Wer sehr gute Noten und Leistungen zeigt, kann die Ausbildung verkürzen.
Ein Punkt, der in Stellenanzeigen selten steht: Ausbildungsportale nennen für Azubis in den Douglas-Filialen 36 Urlaubstage pro Jahr. Das liegt deutlich über dem gesetzlichen Mindesturlaub und ist ein konkreter Vorteil gegenüber vielen anderen Ausbildungsbetrieben im Handel. Zum Vergleich: Der gesetzliche Mindesturlaub beträgt 24 Werktage bei einer Sechs-Tage-Woche beziehungsweise 20 Arbeitstage bei einer Fünf-Tage-Woche.
Am Headquarter in Düsseldorf und Hagen läuft die Ausbildung nach demselben dualen Prinzip, allerdings rotierst du dort durch Fachabteilungen statt durch Filialbereiche. Gerade in den IT- und E-Commerce-Ausbildungen bedeutet das: Du lernst mehrere Teams und Systeme kennen, bevor du dich gegen Ende spezialisierst.

Ausbildungsvergütung bei Douglas – was ist bekannt?
Hier ist Ehrlichkeit gefragt: Douglas veröffentlicht keine offizielle Vergütungstabelle für Auszubildende. Trotz mehrfacher Recherche lässt sich keine vom Unternehmen bezifferte Übersicht finden. Gesichert ist nach übereinstimmenden Angaben von Bewerbungsportalen, dass die Ausbildungsvergütung bei Douglas dem Tarif des Einzelhandels folgt. Tarifgebunden heißt: Die Vergütung steigt mit jedem Ausbildungsjahr und ist für dich planbar.
Was tarifgebunden konkret bedeutet: Die Tarifverträge des Einzelhandels werden zwischen den Gewerkschaften und den Arbeitgeberverbänden des Handels verhandelt und regelmäßig angepasst. Die Tabellen sind öffentlich einsehbar – etwa über die Gewerkschaft ver.di oder die Tarifinformationen der Handelsverbände. Du kannst also vor der Bewerbung selbst prüfen, welche Ausbildungsvergütung in deinem Bundesland und deinem Ausbildungsjahr vorgesehen ist, statt dich auf Angaben aus zweiter Hand verlassen zu müssen.
Als Orientierung helfen die branchenweiten Durchschnittswerte für Kaufleute im Einzelhandel. Die Plattform azubi.de beziffert sie (Stand 2026) auf:
- 1. Ausbildungsjahr: rund 1.087 Euro brutto im Monat
- 2. Ausbildungsjahr: rund 1.195 Euro brutto im Monat
- 3. Ausbildungsjahr: rund 1.328 Euro brutto im Monat
Wichtig: Das sind Durchschnittswerte für die Branche insgesamt, keine Douglas-spezifischen Beträge. Die tatsächliche Vergütung hängt vom Tarifgebiet, dem Bundesland und dem Ausbildungsberuf ab. Die absolute Untergrenze bildet die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung, die 2026 bei 724 Euro im ersten Lehrjahr liegt (Angabe des Bundesinstituts für Berufsbildung). Tarifgebundene Betriebe wie Douglas liegen erfahrungsgemäß darüber.
Was von der Bruttovergütung netto übrig bleibt, kannst du mit dem Gehaltsrechner des Berufswelt Journals überschlagen – gerade im ersten Ausbildungsjahr hilft das bei der Planung von Miete, Fahrtkosten und Lebenshaltung.
Neben der Vergütung nennen Bewerbungsratgeber weitere Leistungen bei Douglas: vermögenswirksame Anlagen, Mitarbeiterrabatte auf das Sortiment und flexible Arbeitszeitmodelle. Der Rabatt ist im Beauty-Handel ein spürbarer Vorteil, wenn du ohnehin Interesse an Parfum und Pflege mitbringst.
Talentförderung und Karrierewege bei Douglas – Insider-Einblicke
Wie Douglas Nachwuchskräfte gewinnt und entwickelt, hat Marvin Kühl, verantwortlich für Talent Acquisition & Employer Branding bei Douglas, im exklusiven Interview mit dem Berufswelt Journal erläutert. Sein Ansatz beginnt bereits im Auswahlprozess: Statt auf den perfekten Lebenslauf setzt das Unternehmen auf kompetenzbasierte Verfahren, bei denen Fähigkeiten und Persönlichkeit stärker zählen als lückenlose Zeugnisse.
„Wir setzen auf Authentizität – in der Kommunikation, aber auch im Prozess. Unser Ziel ist es, den Auswahlprozess transparent, wertschätzend und auf Augenhöhe zu gestalten.“
Diese Haltung zieht sich laut Kühl durch die gesamte Talentstrategie des Konzerns:
„Wir sind transparent darin, was wir bieten – und auch, was wir fordern. Wir zeigen klar, wer wir sind, was uns ausmacht – und vor allem, wohin wir als DOUGLAS Group wollen.“
Für Azubis heißt das: Du weißt früh, welche Entwicklungswege offenstehen. Kühl beschreibt im Interview zudem, wie breit das Unternehmen Talente versteht:
„Wir sprechen täglich mit ganz unterschiedlichen Talenten – von Retail über Tech bis zu Corporate – und arbeiten daran, die passenden Menschen mit den richtigen Chancen zusammenzubringen.“
Konkret umgesetzt wird die Förderung über Mentoring-Programme, Führungskräftetrainings und Weiterbildungsangebote. Die Karrierewege nach der Ausbildung reichen im Handelszweig bis zur Filialleitung. Douglas bietet zudem Aufstiegsausbildungen an – aktuelle Stellenausschreibungen des Unternehmens führen etwa die Weiterbildung zum Handelsfachwirt beziehungsweise Fachwirt für Vertrieb im Einzelhandel. Wer also als Verkäufer oder Kaufmann im Einzelhandel startet, kann intern den nächsten Qualifikationsschritt anschließen.
Wie sich die Ausbildung aus Azubi-Sicht anfühlt, beschreibt Daniel Müller, Auszubildender im Bereich Visual Merchandising, in einer Story auf der Konzernwebsite der DOUGLAS Group:
„Bei DOUGLAS habe ich ein Umfeld, in dem Individualität geschätzt wird – das bedeutet mir persönlich sehr viel.“
Müller berichtet dort auch, dass er seine Leidenschaft für Make-up und kreative Looks direkt in den Berufsalltag einbringen kann – ein Hinweis darauf, dass die Ausbildung Raum für persönliche Stärken lässt, solange sie zum Berufsbild passen.
So bewirbst du dich bei Douglas: Der Bewerbungsprozess Schritt für Schritt
Der Bewerbungsprozess bei Douglas unterscheidet sich je nach Einstiegsweg. Für die Filialen läuft er anders ab als fürs Headquarter – beide Varianten starten aber an derselben Stelle: der Online-Bewerbung über das Karriereportal der DOUGLAS Group.
Bewerbung für die Filiale
- Online-Bewerbung: Du reichst deine Unterlagen über das Karriereportal ein. Bei Stellen mit Kundenkontakt gehört ein Bewerbungsvideo von maximal drei Minuten dazu.
- Vorauswahl: Das Recruiting-Team sichtet die eingehenden Bewerbungen.
- Douglas Challenge: Ein Online-Test prüft deine Eignung für den Verkaufsalltag.
- Kurzpraktikum: Zwei Tage im Store – du lernst das Team und die Arbeit kennen, das Team lernt dich kennen.
- Finale Rückmeldung: Danach folgt die Zu- oder Absage.
Das Bewerbungsvideo klingt aufwendiger, als es ist: Douglas will dich darin als Person sehen, nicht als perfekt inszenierten Bewerber. Sprich frei darüber, warum dich Beauty und Kundenkontakt reizen, und achte auf ruhiges Bild und verständlichen Ton. Das Kurzpraktikum solltest du ernst nehmen – es ist die Gelegenheit, im echten Filialalltag zu zeigen, dass dir Beratung liegt, und gleichzeitig deine Chance zu prüfen, ob dir die Arbeitsweise im Store zusagt.
Technisch musst du fürs Video nichts Besonderes leisten: Eine Handykamera bei gutem Licht und ein ruhiger Hintergrund reichen. Professionalität zeigt sich hier in Klarheit und Natürlichkeit, nicht in aufwendiger Inszenierung – das passt zum Anspruch auf Authentizität, den Douglas selbst für den Auswahlprozess formuliert.
Auch für die Douglas Challenge gibt es ein paar Grundregeln, die für alle Online-Eignungstests gelten: Sorge für eine ruhige Umgebung und eine stabile Internetverbindung, lies jede Aufgabe in Ruhe und antworte bei Eignungs- und Persönlichkeitsfragen ehrlich statt taktisch. Solche Tests prüfen, ob du zum Verkaufsalltag passt – ein ehrliches Ergebnis hilft am Ende beiden Seiten.
Bewerbung fürs Headquarter
- Online-Bewerbung: Lebenslauf, Anschreiben und Zeugnisse über das Karriereportal.
- Vorauswahl: Prüfung der Unterlagen durch das Recruiting.
- Weiterleitung an die Fachabteilung: Der fachliche Bereich bewertet dein Profil.
- Online-Interview: Erstes Gespräch per Video.
- Vorstellungsgespräch: Persönliches Kennenlernen vor Ort.
- Rückmeldung: Entscheidung und Antwort des Unternehmens.
Für die Unterlagen am Headquarter gilt das klassische Handwerkszeug: ein aktueller, lückenloser Lebenslauf, die relevanten Zeugnisse und ein Anschreiben, das in drei bis vier Absätzen erklärt, warum du zu Douglas willst und was du mitbringst – etwa Erfahrungen aus Praktika, Schülerjobs oder Engagement neben der Schule. Wie du kurze Bewerbungstexte präzise formulierst, zeigt außerdem der Ratgeber zum Bewerbungs-E-Mail-Text. Für das Online-Interview und das Gespräch vor Ort lohnt zudem die Vorbereitung auf klassische Fragen – etwa die nach deinen Schwächen im Vorstellungsgespräch.
Für beide Wege gilt: Halte deine Unterlagen kurz und fehlerfrei. Wie eine kompakte Bewerbung gelingt, zeigt der Ratgeber zur Kurzbewerbung hier im Magazin. Beim Timing hilft Erfahrungswissen aus dem Handel: Ausbildungen beginnen in der Regel zum Herbst, die Bewerbungsphase startet viele Monate früher. Wer sich erst im Sommer bewirbt, konkurriert um Restplätze. Praktisch heißt das: Schau am besten schon ein Jahr vor deinem Wunschstart in die Jobbörse und bewirb dich, sobald die passende Stelle online ist – die Ausschreibungen werden laufend aktualisiert.
Douglas als Arbeitgeber: Stärken und ein kritischer Blick
Zu den Stärken zählt zunächst die Marke selbst: Douglas ist im deutschen Beauty-Handel so bekannt wie kaum ein zweites Unternehmen, dazu kommt die Präsenz in zahlreichen europäischen Märkten. Für den Lebenslauf ist ein Ausbildungsabschluss bei einer solchen Marke ein belastbares Signal. Auch beim Thema Vielfalt ist der Konzern sichtbar aktiv: Douglas hat die Zertifizierung von BeyondGenderAgenda erhalten, die Charta der Vielfalt unterzeichnet und mit „BeYOUtiful“ ein internes Netzwerk für LGBTQIA+-Mitarbeitende aufgebaut.
Ein praktischer Pluspunkt für Azubis: Weil Douglas in ganz Deutschland ausbildet, stehen die Chancen gut, einen Ausbildungsplatz in Wohnortnähe zu finden. Umzug oder tägliches Pendeln entfallen damit häufig – ein spürbarer Vorteil gegenüber Arbeitgebern, die nur an wenigen Standorten ausbilden.
Die faire Einordnung gehört aber genauso in diesen Ratgeber. Auf der Bewertungsplattform kununu kommt Douglas auf 3,7 von 5 Punkten bei 648 Bewertungen; 62 Prozent der Bewertenden würden das Unternehmen weiterempfehlen (Stand der Recherche). Auffällig ist der Teilscore Gehalt und Benefits: Mit 3,3 von 5 Punkten liegt er unter den anderen Kategorien. Die Zufriedenheit mit der Bezahlung ist demnach der Punkt, den Mitarbeitende am kritischsten sehen – das deckt sich mit der Beobachtung, dass Einzelhandelsgehälter insgesamt nicht zu den Spitzenverdiensten zählen.
Zweiter kritischer Aspekt: Der Beauty-Einzelhandel ist beratungs- und verkaufsintensiv. Umsatzziele, Kundenverkehr an Samstagen und die Erwartung, stets produktaffin und präsentabel aufzutreten, gehören zur Branche – bei Douglas wie bei jedem anderen Parfümerie-Betrieb. Wer lieber im Hintergrund arbeitet, ist in den Headquarter-Ausbildungen besser aufgehoben als im Store.
Wie sich das im konkreten Store anfühlt, kannst du übrigens im zweitägigen Kurzpraktikum der Bewerbungsphase selbst prüfen: Arbeitsklima im Team, Umgang mit Umsatzvorgaben, Schicht- und Samstagsmodelle. Die ehrlichen Antworten der Mitarbeitenden vor Ort sind dabei oft aussagekräftiger als jede Online-Bewertung.
Unterm Strich zeichnet das Bild einen soliden, etablierten Ausbildungsbetrieb mit klaren Stärken bei Marke und Entwicklungsangeboten und einer bekannten Schwachstelle bei der Gehaltszufriedenheit.
FAQ zur Ausbildung bei Douglas
Wie viel verdienst du in der Ausbildung bei Douglas?
Eine offizielle Vergütungstabelle veröffentlicht Douglas nicht. Die Ausbildungsvergütung folgt dem Tarif des Einzelhandels und steigt mit jedem Lehrjahr. Zum Vergleich: Branchenweit verdienen Kaufleute im Einzelhandel im Schnitt rund 1.087 Euro brutto im ersten, 1.195 Euro im zweiten und 1.328 Euro im dritten Ausbildungsjahr (azubi.de, Stand 2026). Die konkrete Douglas-Vergütung kann je nach Tarifgebiet und Beruf abweichen. Was von der Bruttovergütung am Ende netto übrig bleibt, kannst du mit dem Brutto-Netto-Rechner überschlagen.
Welche Ausbildungsberufe bietet Douglas an?
Douglas bildet Kaufmann im Einzelhandel, Verkäufer, Parfümeriefachverkäufer, Fachkraft für Lagerlogistik, Gestalter für visuelles Marketing und Fachinformatiker aus. Dazu kommen zwei duale Studienwege: BWL-Handel beziehungsweise E-Commerce in Kooperation mit der FOM Düsseldorf sowie Business Administration mit verschiedenen Schwerpunkten.
Wie läuft die Bewerbung bei Douglas ab?
Für die Filiale bewirbst du dich online, bei Kundenkontakt-Stellen inklusive Bewerbungsvideo von maximal drei Minuten. Es folgen Vorauswahl, der Online-Test „Douglas Challenge“, ein zweitägiges Kurzpraktikum im Store und die finale Rückmeldung. Am Headquarter ersetzen Online-Interview und Vorstellungsgespräch die Praktikumsrunde.
Ist Douglas ein guter Arbeitgeber?
Die Bewertungsplattform kununu weist für Douglas 3,7 von 5 Punkten bei 648 Bewertungen aus, 62 Prozent empfehlen das Unternehmen weiter. Stärken sind die bekannte Marke, Entwicklungsangebote und die Diversitätsinitiativen; der Teilscore Gehalt und Benefits liegt mit 3,3 von 5 unter dem Durchschnitt der anderen Kategorien.
Brauchst du ein Bewerbungsvideo bei Douglas?
Nur bei Stellen mit Kundenkontakt, also vor allem für die Ausbildung in den Filialen. Das Video darf maximal drei Minuten lang sein und soll dich als Person zeigen. Für Ausbildungen und duale Studiengänge am Headquarter reicht die klassische Bewerbung mit Lebenslauf, Anschreiben und Zeugnissen.
Fazit: Für wen lohnt sich die Ausbildung bei Douglas?
Die Ausbildung bei Douglas passt zu dir, wenn du Beauty-Produkte magst, gerne mit Menschen arbeitest und dir einen Einstieg bei einer europaweit bekannten Marke wünschst. Du bekommst eine tariflich geregelte Vergütung, überdurchschnittlich viele Urlaubstage und reale Aufstiegswege bis zur Filialleitung oder zum Handelsfachwirt. Abstriche musst du bei der Gehaltszufriedenheit im Handel allgemein und bei der Verkaufsintensität des Store-Alltags machen – beides solltest du vor der Bewerbung ehrlich abwägen.
Der nächste Schritt: Prüfe die aktuell offenen Ausbildungsplätze in der offiziellen Jobbörse der DOUGLAS Group und bewirb dich frühzeitig für den kommenden Ausbildungsstart. Wenn du vorab mehr über die Talentstrategie des Konzerns erfahren willst, lohnt der Blick in das eingangs verlinkte Interview mit dem Employer-Branding-Verantwortlichen.


