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Unternehmen

Ausbildung bei REWE: Berufe, Vergütung, Bewerbung

Berufswelt Journal Redaktion
Offizielle Ausbildungsseite von REWE mit Uebersicht der Ausbildungsberufe

Eine Ausbildung bei REWE zählt zu den beliebtesten Einstiegen in den deutschen Lebensmitteleinzelhandel: Der Konzern bildet in rund 15 Berufen aus – im Markt, in der Logistik und in der Zentrale – und sichert Absolventen mit guten Leistungen die Übernahme. Dieser Überblick zeigt, welche Ausbildungsberufe REWE anbietet, wie hoch die Vergütung ausfällt, wie die Bewerbung abläuft und warum du die Wochenendarbeit im Einzelhandel vor deiner Entscheidung kennen solltest.

REWE als Ausbildungsbetrieb im Steckbrief

Die wichtigsten Fakten zum Unternehmen in Kürze:

BrancheLebensmitteleinzelhandel (REWE Group: Handel und Touristik)
Gegründet1927
Mitarbeiterrund 170.000
Standortemehr als 3.800 Märkte und 23 Logistikstandorte
Umsatzrund 32,4 Milliarden Euro
Ausbildungsberuferund 15 in Markt, Logistik und Zentrale
EinstiegswegeAusbildung, Abiturientenprogramm und duales Studium

Damit gehört REWE zu den größten Ausbildern im deutschen Handel. Das duale Studium der REWE Group stellen wir in einem separaten Artikel vor – hier geht es um die klassische Berufsausbildung.

Infografik: REWE als Ausbildungsbetrieb im Steckbrief – Branche, Gründung, Mitarbeiterzahl, Standorte, Umsatz und Ausbildungsberufe im Überblick

Diese Ausbildungsberufe bietet REWE in Markt und Logistik

Das Ausbildungsangebot verteilt sich auf drei Bereiche. Im Markt arbeitest du direkt mit Ware und Kunden, in der Logistik steuerst du den Warenfluss hinter den Kulissen, in der Zentrale übernimmst du kaufmännische Aufgaben.

Im Markt:

  • Kaufmann im Einzelhandel (zum Beispiel Fachrichtung Lebensmittel oder Feinkost)
  • Verkäufer
  • Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk – Fachrichtung Fleischerei
  • Fleischer
  • Abiturientenprogramm: verkürzte kaufmännische Ausbildung für Abiturienten, die in drei Jahren bis zur Qualifikation fürs Marktmanagement führen kann

In der Logistik:

In der Zentrale:

  • Kaufmann für Büromanagement
  • Kaufmann für Groß- und Außenhandelsmanagement in der Verwaltung

Die zweijährigen Abschlüsse wie Verkäufer oder Fachlagerist eignen sich als schneller Einstieg; die kaufmännischen Ausbildungen dauern drei Jahre. Das Lernen kombiniert Praxis im Betrieb, Berufsschule und digitale Lernmodule. Welche Plätze aktuell in deiner Region frei sind, siehst du auf der offiziellen Ausbildungsseite von REWE.

Auszubildende im REWE-Markt bei der Warenverräumung als Beispiel für die Ausbildungsberufe im Verkauf
Bild von Scarlett Yang

Ausbildungsvergütung bei REWE: Das verdienst du

Eine bundesweit einheitliche Zahl gibt es nicht. Wie Marcus Saiger, Leiter des HR-Kompetenzcenters bei REWE, in einem Interview mit einem Ausbildungsportal erklärt, zahlt REWE die tarifliche Ausbildungsvergütung – und die variiert je nach Bundesland und Region. Hinzu kommt: Viele REWE-Märkte werden von selbstständigen Kaufleuten geführt, die die Vergütung ihrer Azubis selbst festlegen. Zwischen zwei Märkten in verschiedenen Tarifgebieten liegen deshalb spürbare Unterschiede.

Wie hoch die Vergütung konkret ausfallen kann, zeigt eine aktive Stellenanzeige auf der REWE-Karriereplattform, die wir bei der Recherche zu diesem Artikel gefunden haben (Job-ID 930150): Ein REWE-Partnerbetrieb (Petz KG) in Netphen, Nordrhein-Westfalen, sucht Auszubildende zum Kaufmann im Einzelhandel, Fachrichtung Lebensmittel, mit dieser Staffelung:

AusbildungsjahrVergütung (brutto im Monat)
1. Ausbildungsjahr1.100 Euro
2. Ausbildungsjahr1.220 Euro
3. Ausbildungsjahr1.360 Euro

Wichtig ist die Einordnung: Diese Werte stammen aus einem einzelnen Betrieb in einem Tarifgebiet und gelten nicht bundesweit. Zusätzlich zum Grundgehalt nennt die Anzeige Urlaubs- und Weihnachtsgeld, vermögenswirksame Leistungen und 30 Tage Urlaub; viele Märkte gewähren außerdem einen Mitarbeiterrabatt. Was dir netto bleibt, kannst du mit unserem Brutto-Netto-Rechner überschlagen – und wie sich dein Gehalt nach der Ausbildung entwickeln kann, kalkulierst du mit unserem Gehaltsrechner.

Werte und Arbeitsalltag: Stimmen aus der REWE Group

Wie REWE als Arbeitgeber auftritt, hat Alexandra Welter, Head of Talent Attraction der REWE Group, im exklusiven Interview mit dem Berufswelt Journal beschrieben. Drei Punkte daraus sind für Ausbildungsinteressierte besonders relevant:

  • Sinn im Handel: Welter hebt hervor, dass der Lebensmittelhandel einen unmittelbaren Nutzen hat – er versorgt die Menschen vor Ort. Diese Sinnhaftigkeit prägt die Arbeitgebermarke.
  • Werte und Vielfalt über alle Geschäftsfelder: Laut Welter hält die REWE Group Markt, Logistik und Zentrale über gemeinsame Werte und gelebte Vielfalt zusammen – vom Verkauf bis zur Verwaltung.
  • Entwicklung von Anfang an: Weiterbildung ist aus ihrer Sicht fester Bestandteil dessen, was REWE Nachwuchskräften verspricht – vom ersten Ausbildungstag an.

Das komplette Gespräch liest du im Original: Wie die REWE Group mit Werten und Vielfalt ihre Arbeitgebermarke über alle Geschäftsfelder hinweg stärkt.

Übernahme, Weiterbildung und Aufstiegschancen

REWE gibt Absolventen mit guten Leistungen eine Übernahmegarantie: unbefristet und wahlweise in Voll- oder Teilzeit. Du musst also nicht erst nach der Abschlussprüfung um deinen Verbleib bangen.

Für die Zeit danach betreibt das Unternehmen die REWE Akademie mit knapp 70 Weiterbildungsmodulen, von fachlichen Seminaren bis zu Führungsprogrammen. Im Interview mit dem Ausbildungsportal nennt Personaler Saiger außerdem eine konkrete Zahl: Mehr als 70 Prozent der Führungskräfte stammen bei REWE aus den eigenen Reihen. Eine typische Laufbahn führt vom Kaufmann im Einzelhandel über die Weiterbildung zum Handelsfachwirt bis in die Marktleitung. Wer Verantwortung übernehmen will, findet hier einen klar vorgezeichneten Weg.

Ehrlich betrachtet: Wochenendarbeit und Schichtdienst

Eine Ausbildung im Einzelhandel folgt den Ladenöffnungszeiten. Samstagsarbeit gehört im Markt zum Alltag, Schichtpläne enthalten frühe und späte Dienste, und in einzelnen Bereichen kommen Sonn- oder Feiertage hinzu. Dazu ist die Arbeit körperlich fordernd: Warenannahme, schwere Kisten, langes Stehen.

Das liegt in der Natur des Berufs und betrifft jeden Händler, nicht nur REWE; Zuschläge und Freizeitausgleich federn die Belastung ab. Trotzdem solltest du die Frage ernst nehmen: Wenn dir freie Wochenenden wichtig sind, passt eine Ausbildung in der Zentrale besser zu dir als der Markt. Wenn du flexibel bist und gern anpackst, kommst du mit dem Rhythmus im Markt in der Regel gut zurecht.

Mitarbeiter im Einzelhandel bei der Samstagsarbeit, sinnbildlich für Schichtdienst in der REWE-Ausbildung
Bild von Kampus Production

So bewirbst du dich um eine Ausbildung bei REWE

Die Bewerbung läuft komplett online über die REWE-Karriereseite. Der Weg zum Ausbildungsplatz sieht so aus:

  • Stelle finden: Filtere auf karriere.rewe.de die offenen Ausbildungsplätze nach Beruf und Region.
  • Unterlagen hochladen: Lebenslauf und die letzten Schulzeugnisse genügen; ein ausführliches Anschreiben ist meist nicht erforderlich.
  • Prüfung abwarten: Die Sichtung deiner Unterlagen dauert etwa zwei Wochen.
  • Kennenlerntermin: Bei Interesse folgt eine Einladung – je nach Standort persönlich im Markt oder digital.
  • Zusage erhalten: Passt es auf beiden Seiten, bekommst du den Ausbildungsvertrag.

Welchen Schulabschluss du brauchst, hängt vom Beruf ab: Für Verkäufer und Fachlagerist reicht oft der Hauptschulabschluss, kaufmännische Ausbildungen setzen meist die mittlere Reife voraus, für das Abiturientenprogramm brauchst du das Abitur. Bewirb dich früh, idealerweise rund ein Jahr vor dem Ausbildungsstart – die Plätze in beliebten Regionen sind schnell vergeben.

Häufige Fragen zur Ausbildung bei REWE

Was verdient man in der Ausbildung bei REWE?

REWE zahlt die tarifliche Ausbildungsvergütung, die je nach Bundesland variiert; selbstständige REWE-Kaufleute legen die Höhe teilweise selbst fest. Ein konkretes Beispiel aus Nordrhein-Westfalen: 1.100 Euro brutto im ersten, 1.220 Euro im zweiten und 1.360 Euro im dritten Ausbildungsjahr, dazu Sonderzahlungen. Die verbindliche Zahl für deinen Wunschberuf findest du in der jeweiligen Stellenanzeige.

Wird man nach der Ausbildung bei REWE übernommen?

Ja. Wer gute Leistungen zeigt, erhält eine Übernahmegarantie – unbefristet und wahlweise in Voll- oder Teilzeit. Damit gehört die Ausbildung bei REWE zu den sicheren Einstiegen im Handel.

Welche Voraussetzungen braucht man für eine Ausbildung bei REWE?

Das hängt vom Beruf ab: Verkäufer und Fachlagerist sind häufig mit Hauptschulabschluss erreichbar, für kaufmännische Ausbildungen wird meist die mittlere Reife erwartet, und das Abiturientenprogramm richtet sich an Abiturienten. Details stehen in den einzelnen Ausschreibungen.

Muss man bei REWE am Wochenende arbeiten?

Im Markt ja: Samstagsarbeit ist fester Bestandteil des Ausbildungsalltags, Zuschläge und Freizeitausgleich federn das ab. In der Zentrale gilt weitgehend eine klassische Büroarbeitswoche ohne Wochenenddienste.

Bietet REWE auch ein duales Studium an?

Ja, die REWE Group hat duale Studiengänge im Programm. Wir widmen dem dualen Studium bei REWE einen eigenen Artikel – hier geht es ausschließlich um die Berufsausbildung.

Du willst wissen, wie andere Händler den Berufseinstieg gestalten? Dann wirf einen Blick auf die Ausbildung bei dm oder lies unser Porträt über den Berufsstart bei Netto – dort siehst du, wie ein Discounter junge Talente vom ersten Tag an fördert. Auch ein Vergleich mit anderen Branchen lohnt sich, etwa mit der Ausbildung bei BMW.