Ausbildung bei Kaufland: Berufe, Vergütung und Bewerbung im Überblick

Wer sich für eine Ausbildung bei Kaufland interessiert, will in der Regel drei Dinge wissen: Welche Berufe bietet das Unternehmen an, wie hoch ist die Vergütung und wie läuft die Bewerbung ab? Dieses Porträt beantwortet genau diese Fragen aus Bewerber-Sicht – auf Basis der aktuellen Angaben auf der offiziellen Karriereseite des Lebensmittelhändlers. Kaufland bildet in vier Bereichen aus: in den Filialen, in der Logistik, in den Fleischwerken und in der Verwaltung. Insgesamt stehen laut Karriereseite 14 Ausbildungsberufe zur Auswahl. Die Ausbildungsvergütung reicht nach Unternehmensangaben von 1.250 Euro brutto im ersten bis zu 1.650 Euro im vierten Ausbildungsjahr.
Das Wichtigste in Kürze:
- 14 Ausbildungsberufe in den Bereichen Verkauf, Logistik, Fleischwerk und Verwaltung
- Ausbildungsvergütung von 1.250 bis 1.650 Euro brutto pro Monat, je nach Ausbildungsjahr
- Start im August oder September, Ausbildungsdauer zwischen zwei und dreieinhalb Jahren
- Rund 790 Filialen, sieben Logistik-Verteilzentren und vier Fleischwerke als mögliche Einsatzorte
- Online-Bewerbung in fünf Schritten – laut Kaufland mit persönlicher Prüfung statt automatisierter KI-Vorauswahl
Kaufland im Steckbrief: der Ausbildungsbetrieb in Zahlen
Bevor es um die einzelnen Berufe geht, ein Überblick über das Unternehmen als Ausbildungsbetrieb. Die folgenden Angaben stammen von der Karriereseite von Kaufland.
| Fakt | Angabe |
|---|---|
| Branche | Lebensmitteleinzelhandel (Vollsortiment), Unternehmen der Schwarz-Gruppe |
| Mitarbeiter in Deutschland | rund 92.000 |
| Standorte | rund 790 Filialen, 7 Logistik-Verteilzentren, 4 Fleischwerke; Hauptstandorte Neckarsulm und Heilbronn |
| Ausbildungsberufe | 14 |
| Einstiegswege | Ausbildung, Abiturientenprogramm, duales Studium |
| Ausbildungsstart | August/September, je nach Bundesland |
| Ausbildungsdauer | 2 bis 3,5 Jahre |
Mit rund 92.000 Mitarbeitern in Deutschland zählt Kaufland zu den größten Arbeitgebern im deutschen Handel. Für Bewerber bedeutet das: Ausbildungsplätze gibt es in nahezu jeder Region, und auch der spätere Einsatzort lässt sich oft flexibel wählen.

Ausbildungsberufe bei Kaufland: vier Bereiche im Überblick
Die 14 Ausbildungsberufe verteilen sich auf vier Bereiche. Welcher davon passt, hängt vor allem davon ab, ob der spätere Arbeitsplatz im Kundenkontakt, im Lager, in der Produktion oder im Büro liegen soll.
Ausbildung im Verkauf (Filiale)
Die Filialen bilden den klassischen Einstieg. Hier bildet Kaufland unter anderem Verkäufer, Verkäufer Frische und Kaufleute im Einzelhandel aus. Zur täglichen Arbeit gehören Warenpräsentation, Kundenberatung, Kassieren und das Verräumen von Ware. Wer die Frische-Ausbildung wählt, arbeitet an den Theken für Obst und Gemüse, Fleisch, Wurst oder Backwaren. Die Kaufmann-Ausbildung geht über den Verkauf hinaus und umfasst auch kaufmännische Aufgaben wie Warenbestellung und Umsatzkontrolle.
Ausbildung in der Logistik
Hinter den Filialen steht ein Netz aus sieben Logistik-Verteilzentren. Zu den Ausbildungsberufen zählen hier laut Karriereseite unter anderem Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung, Fachkraft für Lagerlogistik, Mechatroniker und Elektroniker. Auch IT-Berufe wie Fachinformatiker oder Kaufmann für IT-System-Management werden in diesem Bereich ausgebildet – ein Hinweis darauf, wie stark die Warenströme inzwischen digital gesteuert werden.
Ausbildung im Fleischwerk
Kaufland betreibt vier eigene Fleischwerke, in denen Fleisch- und Wurstwaren für die Filialen produziert werden. Dort werden unter anderem Fachkräfte für Lebensmitteltechnik, Maschinen- und Anlagenführer sowie Fleischer ausgebildet, ergänzt um weitere technische und kaufmännische Berufe. Die Arbeit findet in einer industriellen Produktionsumgebung statt – mit Maschinen, Hygienevorgaben und gekühlten Arbeitsbereichen.
Ausbildung in der Verwaltung
Der vierte Bereich liegt an den Hauptstandorten in Neckarsulm und Heilbronn sowie in regionalen Verwaltungen. Hier bildet Kaufland unter anderem Immobilienkaufleute, Industriekaufleute und Kaufleute für Büromanagement aus, dazu kommen IT-Ausbildungen. Diese Berufe eignen sich für Bewerber, die den Handel von der kaufmännischen Seite kennenlernen wollen, statt direkt im Markt zu arbeiten.
Wie viel verdient man in der Kaufland-Ausbildung?
Die Vergütung ist für viele Bewerber das entscheidende Kriterium. Kaufland veröffentlicht die Ausbildungsvergütung transparent auf seiner offiziellen Ausbildungsseite. Danach steigt das Gehalt mit jedem Ausbildungsjahr:
| Ausbildungsjahr | Bruttovergütung pro Monat |
|---|---|
| 1. Ausbildungsjahr | 1.250 Euro |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.350 Euro |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.500 Euro |
| 4. Ausbildungsjahr | 1.650 Euro |
Das vierte Ausbildungsjahr betrifft Berufe mit einer Ausbildungsdauer von dreieinhalb Jahren.
Zum Grundgehalt kommen nach Unternehmensangaben weitere Leistungen: Urlaubs- und Weihnachtsgeld, sechs Wochen Urlaub im Jahr sowie Mitarbeiterrabatte beim Einkauf. Kaufland nennt außerdem eine genaue Zeiterfassung und feste Ansprechpartner während der Ausbildung als Pluspunkte. Auf Wunsch ist die Ausbildung auch in Teilzeit möglich, was etwa für Auszubildende mit Kind relevant sein kann.
So läuft die Bewerbung um einen Ausbildungsplatz bei Kaufland
Die Bewerbung läuft vollständig über das Online-Karriereportal. Laut Kaufland durchläuft sie fünf Schritte:
- Online-Bewerbung: Lebenslauf und Zeugnisse über das Bewerbungsformular hochladen; ein klassisches Anschreiben ist nicht zwingend erforderlich.
- Online-Auswahlverfahren: ein digitaler Test, der etwa 30 Minuten dauert.
- Telefon- oder Videointerview: rund 15 bis 30 Minuten – diesen Schritt gibt es nicht bei allen Berufen.
- Vorstellungsgespräch: persönlich vor Ort, mit einer Dauer von etwa 30 bis 90 Minuten.
- Zusage und Vertrag: Nach der Zusage folgt die Unterzeichnung des Ausbildungsvertrags.
Bemerkenswert aus HR-Sicht: Kaufland betont auf seiner Karriereseite ausdrücklich, dass jede Bewerbung persönlich geprüft werde – nicht durch Algorithmen oder künstliche Intelligenz. In einer Zeit, in der viele Großunternehmen auf automatisierte Vorauswahl setzen, positioniert sich das Unternehmen damit bewusst dagegen. Praktisch heißt das für Bewerber: Ein sauberer, vollständiger Lebenslauf zählt, und ein persönlicher Eindruck entscheidet mit. Zur Vorbereitung gehört es außerdem, klassische Fragen einzuüben – etwa die nach den eigenen Schwächen im Vorstellungsgespräch.
Zusatzprogramme und Engagement: Beispiele aus dem Azubi-Alltag
Neben der Fachausbildung engagieren sich Kaufland-Azubis nach Angaben des Unternehmens regelmäßig in sozialen und regionalen Projekten, die im Rahmen von Programmen wie azubi@work stattfinden. Drei Beispiele, über die das Unternehmen berichtet, zeigen, wie das konkret aussehen kann:
- Bienenprojekt am Fleischwerk Heilbronn: Auszubildende betreuen dort rund 250.000 Bienen in Kooperation mit einem Imker – aus dem Projekt entstand unter anderem ein Honigschinken.
- Unterstützung der Heilbronner Tafel: Azubis packen bei der Ausgabe und Organisation mit an.
- Aktionstag im Seniorenzentrum St. Urban in Erlenbach: ein gemeinsamer Tag von Auszubildenden mit den Bewohnern.
Solche Projekte sind kein Ersatz für gute Ausbildungsbedingungen, aber sie zeigen, dass das Unternehmen Engagement jenseits des Arbeitsplatzes sichtbar fördert. Relevanter für die eigene Planung sind ohnehin die Rahmenbedingungen: Kaufland wirbt mit guten Übernahmechancen nach der Ausbildung. Zusätzliche Entwicklungswege bieten das Abiturientenprogramm inklusive Handelsfachwirt-Abschluss sowie das duale Studium, das Theorie- und Praxisphasen kombiniert – beide Angebote werden ebenfalls über das Karriereportal ausgeschrieben.
Kritisch betrachtet: was Bewerber vor der Ausbildung wissen sollten
Ein fairer Blick gehört zu jedem Arbeitgeberporträt – und er betrifft hier weniger das Unternehmen als die Art der Tätigkeit. Die Arbeit in Filiale, Logistik und Fleischwerk ist körperlich fordernd: Ware verräumen, langes Stehen, Einsätze in Kühlbereichen und Schichtarbeit mit frühen Startzeiten gehören im Einzelhandel zum Alltag, ebenso Samstagsdienste. Im Fleischwerk kommen die Arbeit an Maschinen und strenge Hygienevorgaben hinzu. Das ist branchenüblich und kein Kaufland-spezifisches Problem, aber auch nicht für jeden die richtige Umgebung.
Wenn Sie unsicher sind, ob das zu Ihnen passt, testen Sie den Beruf am besten vor der Bewerbung. Ein Praktikum oder ein Schülerjob in einer Filiale zeigt realistischer als jede Stellenanzeige, wie der Arbeitsalltag tatsächlich aussieht; entsprechende Schülerjobs bietet Kaufland selbst über sein Karriereportal an. Und wenn Sie sich im Handel generell orientieren, vergleichen Sie die Konditionen auch mit anderen Arbeitgebern – etwa mit der Ausbildung bei REWE oder der Ausbildung bei dm.
FAQ: häufige Fragen zur Ausbildung bei Kaufland
Wie viel verdient man bei Kaufland in der Ausbildung?
Laut offizieller Ausbildungsseite liegt die Vergütung bei 1.250 Euro brutto im ersten, 1.350 Euro im zweiten, 1.500 Euro im dritten und 1.650 Euro im vierten Ausbildungsjahr. Dazu kommen Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie Mitarbeiterrabatte.
Wann beginnt die Ausbildung bei Kaufland?
Der Ausbildungsstart liegt je nach Bundesland im August oder September. Da das Auswahlverfahren mehrere Schritte umfasst, lohnt es sich, sich frühzeitig im Vorfeld zu bewerben.
Welche Ausbildungsberufe bietet Kaufland an?
Insgesamt 14 Berufe in vier Bereichen: Verkauf (etwa Kaufmann im Einzelhandel, Verkäufer Frische), Logistik (etwa Fachkraft für Lagerlogistik, Mechatroniker), Fleischwerk (etwa Fachkraft für Lebensmitteltechnik, Fleischer) und Verwaltung (etwa Industriekaufmann, Immobilienkaufmann). Die vollständige Liste steht auf der Karriereseite von Kaufland.
Wie lange dauert eine Ausbildung bei Kaufland?
Je nach Beruf zwischen zwei und dreieinhalb Jahren. Kürzere Ausbildungen wie der Verkäufer dauern in der Regel zwei Jahre, technische und kaufmännische Berufe häufig drei bis dreieinhalb Jahre.
An welchen Standorten kann man die Ausbildung bei Kaufland machen?
Ausbildungsplätze gibt es in rund 790 Filialen, sieben Logistik-Verteilzentren und vier Fleischwerken in ganz Deutschland. Verwaltungsausbildungen konzentrieren sich auf die Hauptstandorte Neckarsulm und Heilbronn.
Wer nach diesen Antworten ernsthaft interessiert ist, findet die aktuell ausgeschriebenen Ausbildungsplätze direkt über die Stellensuche auf der Kaufland-Karriereseite – dort lässt sich nach Beruf, Bereich und Region filtern.


