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Unternehmen

Was arbeiten bei dm ausmacht: Kultur, Arbeitsalltag und Benefits im Überblick

Berufswelt Journal Redaktion
Startseite 'Arbeiten bei dm' mit der Headline 'Mach mehr als Karriere. Mach Sinn.' und Kennzahlen zu Mitarbeitenden und Umsat

Arbeiten bei dm bedeutet, Teil einer Arbeitsgemeinschaft zu sein, in der nach Unternehmensangaben 63.648 Mitarbeiter in Deutschland eigenverantwortlich zusammenarbeiten (Stand 2025). Der Drogeriehändler aus Karlsruhe bezeichnet sich bewusst nicht als Arbeitgeber, sondern als dm-Arbeitsgemeinschaft: Statt klassischer Hierarchien setzt das Unternehmen auf Vertrauen, Dialog und Mitgestaltung. Wie arbeiten bei dm konkret aussieht, was hinter diesem Anspruch steckt, welche Benefits dm bietet und wo das Modell an seine Grenzen stößt, zeigt dieses Porträt. Es stützt sich auf die offiziellen Angaben des Unternehmens sowie auf ein exklusives Interview mit Christian Harms, Geschäftsführer für das Ressort Mitarbeiter.

dm im Steckbrief

Die wichtigsten Fakten zum Unternehmen im Überblick:

Firmenname & Sitzdm-drogerie markt, Karlsruhe
Gründungsjahr1973 in Karlsruhe
Branche & GeschäftsmodellDrogeriehandel, 29 dm-Eigenmarken im Sortiment
Mitarbeiter63.648 in Deutschland (Stand 2025)
Umsatz13,27 Mrd. Euro pro Jahr (Stand 2025)
Arbeitgeber-Rankingstrendence 2025: Platz 1 für Fachkräfte im Handel, Platz 2 für Akademiker, Platz 3 für Studierende, Top 100 für Schüler
Einstiegswegedm-Märkte, Logistik, Unternehmenssitz (dialogicum), dmTECH

Quelle: dm-jobs.de/arbeiten-bei-dm, abgerufen 2025. Diese Kennzahlen bilden den Rahmen – die folgenden Abschnitte zeigen, wie sich die Arbeit dahinter anfühlt.

Infografik: dm im Steckbrief – Sitz in Karlsruhe, Gründung 1973, Mitarbeiterzahl, Umsatz, Arbeitgeber-Rankings und Einstiegswege im Überblick

Unternehmenskultur bei dm: Menschlichkeit statt klassischer Hierarchie

Die Basis der dm-Unternehmenskultur ist ein eigenes Menschenbild: Wirtschaft sei für den Menschen da, nicht umgekehrt – so formuliert es das Unternehmen auf seiner Karriereseite. Daraus leitet dm eine sogenannte dialogische Unternehmenskultur ab, in der die Mitarbeiter einander vertrauen, miteinander sprechen und füreinander arbeiten. Jeder Einzelne soll das eigene Arbeitsumfeld aktiv gestalten und seine Perspektive einbringen können. Freiraum zum Handeln ersetzt dabei strenge Hierarchien; eine wertschätzende Feedbackkultur soll Wachstum ermöglichen.

Christian Harms, seit 1996 bei dm und seit 2008 Geschäftsführer für das Ressort Mitarbeiter, beschreibt das im exklusiven Interview mit dem Berufswelt Journal so: „Wir haben bei dm keine speziellen Maßnahmen, um attraktiver zu wirken. Es ist vielmehr die grundsätzliche Einstellung, die uns als Arbeitsgemeinschaft interessant macht: Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt unseres unternehmerischen Handelns.“ Und ergänzend: „Wertschätzung und ein großes Maß an Eigenverantwortung sind weitere wichtige Faktoren neben der passenden Vergütung.“

Dass eine klar definierte und gelebte Kultur auch die Arbeitgebermarke stärkt, belegen weitere Porträts dieses Magazins – etwa das Beispiel Haribo, dessen Werte im Recruiting konkret erlebbar gemacht werden.

Arbeitsalltag bei dm: Eigenverantwortung statt klassischer Führung

Den klassischen Vorgesetzten gibt es in der dm-Arbeitsgemeinschaft nicht. Die sogenannten Mitarbeiterverantwortlichen erteilen nach Unternehmensdarstellung keine Anweisungen, sondern begleiten die Entwicklung der Einzelnen und ermutigen sie, selbstbestimmt Lösungen zu finden. Im Vordergrund stehen der offene Austausch und das Vertrauen in die individuellen Fähigkeiten.

Konkret wird das bei der Arbeitszeitgestaltung. Harms erklärt im Interview: „So können unsere Kolleginnen und Kollegen in den dm-Märkten ihre Arbeitszeiten selbstständig untereinander abstimmen. Für die Kolleginnen und Kollegen in den Verteilzentren und im dm-dialogicum bieten wir je nach Tätigkeit flexible Arbeitszeitmodelle und mobiles Arbeiten an.“

Das dialogicum ist der Karlsruher Unternehmenssitz von dm. Für Märkte, Verteilzentren und Verwaltung gelten unterschiedliche Modelle – je nachdem, was die jeweilige Tätigkeit zulässt. Entscheidend ist das gemeinsame Prinzip dahinter: Die Organisation der Arbeit liegt so weit wie möglich bei denen, die sie ausführen.

Mitgestaltung und Weiterbildung bei dm

Mitgestaltung ist bei dm kein Privileg bestimmter Ebenen. Ob Praktikant oder erfahrene Fachkraft: Nach Darstellung des Unternehmens dürfen alle Mitarbeiter ihre Perspektiven und Ideen einbringen. Hierarchien und Dienstwege spielen dabei eine geringere Rolle als Zusammenarbeit und Vertrauen – der Erfolg der Arbeitsgemeinschaft beruhe auf dem Einsatz jedes Einzelnen.

Die Weiterbildung folgt demselben Prinzip der Eigenverantwortung. Nach eigenen Angaben hält dm ein breites Lernangebot bereit:

  • mehr als 250 Seminare und Workshops zu fachlichen und persönlichen Themen
  • die digitale dm-Lernwelt für selbstgesteuertes Lernen
  • eine Feedbackkultur, die Entwicklung im Arbeitsalltag begleitet

Dieses Angebot richtet sich an Mitarbeiter aller Bereiche, vom Markt über die Logistik bis zur IT-Tochter. Wer sich weiterentwickeln will, findet dafür die Freiräume – muss sie allerdings auch selbst ergreifen.

Benefits bei dm im Überblick

Neben Kultur und Entwicklungsmöglichkeiten zählen konkrete Zusatzleistungen. Harms verweist im Interview auf „eine Vielzahl an übertariflichen Leistungen“. Auf seiner Karriereseite nennt dm unter anderem diese Benefits:

  • Mobilität: Zuschuss von 30 Prozent zum Deutschlandticket; Auszubildende und Studierende erhalten das Ticket kostenlos.
  • Altersvorsorge: Zuschuss zur betrieblichen Altersvorsorge – auch ohne eigenen Beitrag der Mitarbeiter.
  • Arbeitszeit: flexible Arbeitszeitmodelle und, je nach Tätigkeit, mobiles Arbeiten.

Die konkrete Ausgestaltung kann je nach Bereich und Aufgabe variieren. Harms zählt außerdem die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben sowie ein zeitgemäßes Arbeitsumfeld zu den Rahmenbedingungen, die dm attraktiv machen sollen. Angaben zu Vergütung und Ausbildungsvergütung behandelt das Berufswelt Journal in separaten Beiträgen.

Kritisch eingeordnet: Eigenverantwortung als Anspruch

So viel Freiraum ist nicht für jeden die bequemste Lösung. Wer aus klassisch geführten Strukturen kommt und gewohnt ist, Aufgaben und Prioritäten vorgegeben zu bekommen, muss sich bei dm umstellen: Eigenverantwortung bedeutet hier, Prioritäten selbst zu setzen, Konflikte im Team zu klären und Entscheidungen zu treffen, ohne dass ein Vorgesetzter sie abnimmt. Gerade für Berufseinsteiger kann das Fehlen eines festen Ansprechpartners die Orientierung in der ersten Zeit erschweren, bevor die Freiheit als Gewinn erlebt wird.

Das Unternehmen selbst beschönigt das nicht. Auf seiner Karriereseite räumt dm ein: „Sicher ist das nicht der einfachste Weg. Denn viele Sichtweisen zu verstehen, braucht Offenheit und Ausdauer.“ Für Bewerber heißt das: Wer gerne selbst organisiert arbeitet und Verantwortung sucht, findet bei dm passende Strukturen. Wer klare Anweisungen und feste Dienstwege bevorzugt, sollte das Arbeitsmodell vor der Bewerbung realistisch einordnen. Dass Kultur dabei mehr sein muss als ein Schlagwort, betonen auch andere Personaler im Gespräch mit diesem Magazin – etwa im Interview mit SIXT, wo Kultur als integraler Teil der HR-Strategie gilt.

Einstiegswege bei dm

Die dm-Arbeitsgemeinschaft verteilt sich auf vier Bereiche: die dm-Märkte, die Logistikzentren, den Karlsruher Unternehmenssitz und die IT-Tochter dmTECH. Entsprechend vielfältig sind die Aufgaben – von Verkauf und Beratung im Markt über logistische Prozesse bis zu kaufmännischen und technischen Positionen. Zuletzt waren in der offiziellen Stellenbörse von dm mehr als 5.200 Angebote gelistet (Stand: Abruf 2025). Aktuelle Ausschreibungen zeigen außerdem, dass dm am Karlsruher Sitz auch spezialisierte Fachkräfte sucht – etwa in Marktforschung und Datenanalyse, teilweise mit hybriden Arbeitsmodellen.

Auch Ausbildung und duales Studium zählen zu den Einstiegswegen bei dm. Beide Wege behandelt das Berufswelt Journal in separaten Artikeln, ebenso wie die Frage der Vergütung. Zum Vergleich lohnt der Blick über den Tellerrand: Die Ausbildung bei Rossmann zeigt, wie der direkte Drogerie-Wettbewerber Nachwuchs fördert, und die Karrieremöglichkeiten bei SIXT bieten ein Beispiel aus einer anderen Branche.

FAQ: Häufige Fragen zum Arbeiten bei dm

Was macht dm als Arbeitgeber besonders?

dm versteht sich als Arbeitsgemeinschaft statt als klassischer Arbeitgeber: Die dialogische Unternehmenskultur stellt den Menschen in den Mittelpunkt, und Mitarbeiter erhalten viel Eigenverantwortung und Freiraum. Die Attraktivität bestätigen nach Unternehmensangaben auch unabhängige Rankings – im trendence-Ranking 2025 belegt dm Platz 1 unter den attraktivsten Arbeitgebern für Fachkräfte im Handel.

Wie ist die Unternehmenskultur bei dm?

Sie wird als dialogisch beschrieben: Vertrauen, offener Austausch und eine wertschätzende Feedbackkultur ersetzen strenge Hierarchien. Klassische Vorgesetzte gibt es nicht; Mitarbeiterverantwortliche begleiten die Entwicklung der Einzelnen, statt Anweisungen zu erteilen.

Welche Einstiegsmöglichkeiten gibt es bei dm?

Bewerber können in den dm-Märkten, in der Logistik, am Unternehmenssitz in Karlsruhe oder bei der IT-Tochter dmTECH einsteigen. Hinzu kommen Ausbildung und duales Studium. Aktuelle offene Stellen listet die Stellenbörse des Unternehmens.

Gibt es bei dm flexible Arbeitszeiten?

Ja. Nach Unternehmensangaben stimmen die Mitarbeiter in den dm-Märkten ihre Arbeitszeiten eigenständig im Team ab. In den Verteilzentren und am Karlsruher Unternehmenssitz bietet dm je nach Tätigkeit flexible Arbeitszeitmodelle und die Möglichkeit zum mobilen Arbeiten an.

Wie viele Mitarbeiter hat dm?

In Deutschland beschäftigt dm nach eigenen Angaben 63.648 Mitarbeiter (Stand 2025). Sie arbeiten in den Märkten, den Logistikzentren, dem Karlsruher Unternehmenssitz und bei dmTECH.