STRABAG Ausbildung: Bauberufe, Vergütung und Bewerbung

Mit einer STRABAG Ausbildung starten Berufseinsteiger bei einem der größten Bautechnologiekonzerne Europas: Das Unternehmen bildet in mehr als 25 Berufen aus – vom Straßenbauer über den Baugeräteführer bis zum Kaufmann für Büromanagement – und bietet zusätzlich duale Studienplätze im Bauingenieurwesen. Dieses Porträt zeigt, welche Ausbildungsberufe zur Auswahl stehen, wie hoch die Ausbildungsvergütung bei STRABAG ist, wie die Bewerbung abläuft und welche Belastungen Bewerber im Baualltag einplanen sollten.
STRABAG im Steckbrief
Die wichtigsten Fakten zum Unternehmen auf einen Blick:
| Firmenname | STRABAG SE |
|---|---|
| Hauptsitz | Wien (Österreich) |
| Branche | Bauwesen – europäischer Technologiekonzern für Baudienstleistungen |
| Geschichte | 1923 als Straßenbau-Aktien-Gesellschaft gegründet, Firmenname STRABAG seit 1930 |
| Mitarbeiter | rund 80.000 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente, Geschäftsjahr 2025) |
| Bauleistung 2025 | rund 20 Milliarden Euro |
| Standorte | in Deutschland an zahlreichen Niederlassungen und Baustellen tätig; eigene Konzernlehrwerkstatt in Bebra (Hessen) |
| Einstiegswege | duale Ausbildung in gewerblichen, technischen und kaufmännischen Berufen; duales Studium Bauingenieurwesen |
| Auszeichnung | Qualitätssiegel „Faire Ausbildung“ des Trendence Instituts |
Kennzahlen-Quelle: Pressemitteilung der STRABAG SE zum Geschäftsjahr 2025 vom 12. Februar 2026.

Wer ist STRABAG?
Die Wurzeln des Konzerns reichen bis 1923 zurück, als die Straßenbau-Aktien-Gesellschaft in Österreich gegründet wurde; den heutigen Namen trägt das Unternehmen seit 1930. Inzwischen ist STRABAG ein europäischer Technologiekonzern für Baudienstleistungen mit Börsennotierung in Wien. Das Leistungsspektrum reicht vom Straßen- und Verkehrswegebau – dort bezeichnet sich der Konzern selbst als „Nummer eins“ – über Hoch- und Ingenieurbau bis zu Spezialgebieten wie Gleisbau und Spezialtiefbau. Für Auszubildende bedeutet diese Größe vor allem eines: Projekte und Ausbildungsplätze gibt es in vielen Regionen Deutschlands, vom Ausbau der Ortsstraße bis zum Großprojekt. Auch der anhaltende Fachkräftemangel im Bauhandwerk spricht für die Berufschancen in diesen Berufen – in Metropolen wie Berlin ebenso wie in der Fläche.
Ausbildungsberufe bei STRABAG: vom Straßenbauer bis zum Baugeräteführer
Das Ausbildungsangebot bei STRABAG deckt gewerbliche, technische und kaufmännische Berufe ab. Alle Ausbildungsgänge folgen dem dualen System aus praktischer Arbeit im Betrieb beziehungsweise auf der Baustelle und dem Unterricht in der Berufsschule. Die wichtigsten Ausbildungsgänge im Überblick:
- Gewerbliche Bauberufe: Straßenbauer, Baugeräteführer, Tiefbaufacharbeiter, Beton- und Stahlbetonbauer, Maurer, Gleisbauer, Kanalbauer, Spezialtiefbauer, Bauwerksabdichter und Zimmerer. Die Ausbildung zum Straßenbauer bei STRABAG gehört zur ältesten Ausbildungstradition des Konzerns, der 1923 als Straßenbaufirma begann.
- Technische Berufe: Vermessungstechniker, Bauzeichner, Baustoffprüfer, Technischer Systemplaner sowie Mechatroniker und Land- und Baumaschinenmechatroniker für die Werkstätten.
- Kaufmännische Berufe: Kaufmann für Büromanagement, Industriekaufmann und Immobilienkaufmann.
Ein besonderes Merkmal der Ausbildung bei STRABAG ist die Konzernlehrwerkstatt in Bebra: In der nach Unternehmensangaben einzigartigen Ausbildungsstätte durchlaufen Auszubildende der gewerblichen Kernberufe – etwa Straßenbau, Tiefbaufacharbeit, Beton- und Stahlbetonbau sowie Baugeräteführung – zentrale Abschnitte ihrer Ausbildung. Die vollständige Berufsliste mit den freien Plätzen je Standort veröffentlicht der Konzern auf seiner offiziellen Ausbildungsseite. Wer sich speziell für den Gleisbau interessiert, kann die Ausbildungsbedingungen zudem mit der Ausbildung bei der Deutschen Bahn vergleichen.
Duales Studium Bauingenieurwesen bei STRABAG
Für Schulabgänger mit Abitur oder Fachhochschulreife bietet STRABAG ein duales Studium Bauingenieurwesen an. Studienphasen an der Hochschule wechseln sich dabei mit Praxisphasen auf Baustellen und in Niederlassungen des Konzerns ab. Das Angebot richtet sich an Bewerber, die die Theorie des Studiums von Anfang an mit echter Baustellenpraxis verbinden wollen. Ausgeschrieben werden die Studienplätze je nach Einstellungsjahr an verschiedenen deutschen Standorten, zuletzt unter anderem in Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt. Welche Standorte aktuell verfügbar sind und wie Ablauf und Vergütung im Einzelnen geregelt sind, zeigen die Stellenanzeigen auf der Ausbildungsseite; die Bewerbung läuft wie bei der klassischen Ausbildung über die Online-Jobbörse des Konzerns.
Ausbildungsvergütung bei STRABAG: Beispielwerte und Tarifbindung
Wie viel Auszubildende bei STRABAG verdienen, hängt von Beruf und Standort ab: Die gewerblichen Ausbildungsberufe werden tariflich vergütet, kaufmännische Ausbildungen können abweichen. Einen konkreten Eindruck gibt das Berufsprofil des Vermessungstechnikers, für das der Konzern folgende monatliche Bruttovergütung nennt (gültig ab April 2026):
| Lehrjahr | Ausbildungsvergütung (brutto pro Monat) |
|---|---|
| 1. Lehrjahr | 1.122 Euro |
| 2. Lehrjahr | 1.247 Euro |
| 3. Lehrjahr | 1.507 Euro |
Quelle: Berufsprofil Vermessungstechniker auf der STRABAG-Ausbildungsseite, Angaben gültig ab April 2026. Die Ausbildung dauert regulär drei Jahre; unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Verkürzung auf zweieinhalb Jahre möglich. Auch die übrigen gewerblichen Bauberufe werden tariflich vergütet; die exakten Beträge je Beruf und Ausbildungsjahr stehen in den jeweiligen Berufsprofilen auf der Ausbildungsseite.
Bewerbungsprozess bei STRABAG: in fünf Schritten zur Ausbildung
Beworben wird online über die Jobbörse des Konzerns. An Unterlagen genügen Lebenslauf und die letzten Zeugnisse; ein Anschreiben und ein Bewerbungsfoto sind freiwillig, nicht Pflicht. Nach dem Eingang der Bewerbung folgt ein fest strukturierter Prozess:
- Prüfung der Unterlagen: Die eingegangenen Bewerbungen werden gesichtet.
- Rückmeldung: STRABAG meldet sich telefonisch oder per E-Mail.
- Bewerbungsgespräch: persönliches Gespräch zum gegenseitigen Kennenlernen.
- Weitere Maßnahmen: Falls nötig, folgen zusätzliche Schritte wie ein Schnupperpraktikum.
- Vertragsangebot: Bei gegenseitigem Interesse folgt der Ausbildungsvertrag – willkommen im Unternehmen.
Details zu jedem Schritt beschreibt der Konzern unter „Dein Weg zu STRABAG“ auf seiner Ausbildungsseite. Da die Plätze je Beruf und Standort begrenzt sind, ist eine frühzeitige Bewerbung für den gewünschten Ausbildungsstart sinnvoll. Vollständige und aktuelle Unterlagen beschleunigen dabei die Prüfung.
Kultur und Kompetenzentwicklung: Einblick aus dem STRABAG-Interview
Wie der Konzern Führung und Weiterbildung versteht, hat Thomas Cerny erläutert – der Zentralbereichsleiter People & Culture Development bei STRABAG sprach im Juli 2025 ausführlich mit dem Berufswelt Journal. Das Gespräch stand unter dem Motto „Verantwortung statt Vorgaben“. Drei Kernaussagen, sinngemäß wiedergegeben:
- Eigenverantwortung vor enger Führung: STRABAG setzt in der Zusammenarbeit auf die Verantwortung der Beschäftigten statt auf detaillierte Vorgaben.
- Kompetenzorientiertes Lernen: Weiterbildung richtet sich nach den Fähigkeiten, die Rollen und Projekte tatsächlich erfordern – nicht nach starren Programmen.
- Klarheit bei Rollen und Talenten: Im Talentprozess sollen Mitarbeiter wissen, welche Erwartungen an ihre Rolle geknüpft sind und welche Entwicklungswege ihnen offenstehen.
Für Auszubildende ist das relevant, weil diese Entwicklungskultur den Umgang mit Nachwuchskräften im Konzern mitprägt. Das vollständige Gespräch mit allen Originalpassagen lesen Sie im Interview „STRABAG stärkt Kultur und Kompetenzen im Baukonzern“ hier im Berufswelt Journal.
Fair eingeordnet: Was die Ausbildung bei STRABAG auch bedeutet
Zu einem ehrlichen Arbeitgeberporträt gehört auch die Gegenseite. Die meisten gewerblichen Ausbildungsberufe bei STRABAG bedeuten körperliche Arbeit im Freien – bei Hitze, Kälte und Regen. Wer Straßenbauer, Gleisbauer oder Beton- und Stahlbetonbauer werden will, sollte das von Anfang an einrechnen. Hinzu kommt: In einigen Berufen, etwa im Gleisbau, im Spezialtiefbau oder bei überregionalen Großprojekten, sind Montage- und Auswärtseinsätze mit Übernachtungen fern des Wohnorts branchenüblich. Wer lieber im Büro oder in der Werkstatt arbeitet, findet mit den kaufmännischen Berufen oder der Mechatronik Alternativen im selben Konzern. Und das kommunizierte Übernahmeziel – STRABAG will nach eigenen Angaben 100 Prozent der Auszubildenden nach erfolgreichem Abschluss übernehmen – ist ein Anspruch des Unternehmens, keine garantierte Zusage für den Einzelnen. Ergänzend lohnt daher ein Blick auf unabhängige Erfahrungsberichte, etwa auf Bewertungsportalen wie kununu.
Häufige Fragen zur Ausbildung bei STRABAG (FAQ)
Wie viel verdient man in der Ausbildung bei STRABAG?
Die Vergütung ist tariflich geregelt und hängt von Beruf und Standort ab. Beispiel Vermessungstechniker: 1.122 Euro im ersten, 1.247 Euro im zweiten und 1.507 Euro im dritten Lehrjahr – jeweils brutto pro Monat, gültig ab April 2026.
Welche Ausbildungsberufe bietet STRABAG an?
Mehr als 25 Berufe in drei Feldern: gewerbliche Bauberufe wie Straßenbauer und Baugeräteführer, technische Berufe wie Vermessungstechniker und Bauzeichner sowie kaufmännische Ausbildungen, etwa zum Industriekaufmann oder Kaufmann für Büromanagement.
Wie läuft die Bewerbung bei STRABAG ab?
Online über die STRABAG-Jobbörse mit Lebenslauf und Zeugnissen. Es folgen die Prüfung der Unterlagen, eine Rückmeldung, das Bewerbungsgespräch, gegebenenfalls weitere Schritte wie ein Schnupperpraktikum und schließlich das Vertragsangebot.
Übernimmt STRABAG Auszubildende nach der Ausbildung?
Der Konzern erklärt offiziell, 100 Prozent der Auszubildenden nach erfolgreichem Abschluss übernehmen zu wollen – ein Unternehmensziel, keine Garantie im Einzelfall. Aktuelle freie Ausbildungsplätze und Standorte finden Sie in der offiziellen Ausbildungsübersicht von STRABAG.

