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Unternehmen

tui karriere: Einstiegswege, Ausbildung und Bewerbung im Touristik-Konzern

Berufswelt Journal Redaktion

Eine TUI-Karriere kann an sehr unterschiedlichen Orten beginnen: im Reisebüro, in der Konzernverwaltung in Hannover, in einem der konzerneigenen Hotels oder an Bord eines Kreuzfahrtschiffs. Wer „tui karriere“ in die Suchmaschine eingibt, findet mit der TUI Group eines der größten Touristikunternehmen der Welt – mit entsprechend vielen Wegen in den Beruf, von der Ausbildung über das duale Studium bis zum Direkt- und Quereinstieg. Dieses Porträt ordnet den Konzern als Arbeitgeber ein, erklärt die wichtigsten Karrierewege und zeigt, wie die Bewerbung bei TUI abläuft.

TUI im Steckbrief

FirmennameTUI AG
SitzRechtlicher Doppelsitz Berlin und Hannover; Konzernverwaltung in Hannover
Gründung1923 als Preussag AG gegründet; 1997 Einstieg in die Touristik, 2002 Umbenennung in TUI AG (Marke TUI seit 1968)
Branche & GeschäftsmodellIntegrierter Touristikkonzern mit Reiseveranstaltern, Hotels, Kreuzfahrten, Airline und Reisebüros
Umsatz24,2 Milliarden Euro (Geschäftsjahr 2025)
Mitarbeiter66.854 (Geschäftsjahr 2025)
Portfolio463 Hotels und 18 Kreuzfahrtschiffe (Stand: 30. September 2025)
EinstiegswegeAusbildung, duales Studium, Traineeprogramme, Direkteinstieg, Quereinstieg

Quellen: TUI Geschäftsbericht 2025 (Umsatz, Mitarbeiter, Portfolio; PDF-Version) sowie Wikipedia-Eintrag „TUI“ (Historie und Sitz).

Infografik: TUI im Steckbrief Firmenname: Sitz | TUI AG: Rechtlicher Doppelsitz Berlin und Hannover; Konzernverwaltung in Hannover F...

Wer steckt hinter TUI? Konzern und Marken im Überblick

Die heutige TUI AG geht auf den 1923 gegründeten Mischkonzern Preussag zurück, der 1997 in die Touristik einstieg und 2002 in TUI AG umbenannt wurde; die Marke TUI steht bereits seit 1968 für „Touristik Union International“. Heute ist der Konzern entlang der gesamten touristischen Wertschöpfung aufgestellt. Das Segment Hotels & Resorts bündelt Marken wie Riu, Robinson, TUI Blue und TUI Magic Life; das Kreuzfahrtgeschäft umfasst TUI Cruises mit der „Mein Schiff“-Flotte, Hapag-Lloyd Cruises und Marella Cruises. Dazu kommen TUI Musement für Ausflüge und Aktivitäten am Urlaubsort sowie das Segment Märkte + Airline mit den Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften der Regionen Nord, Zentral und West.

Für Bewerber bedeutet das: Offene Stellen gibt es nicht nur in der Hannoveraner Konzernverwaltung, sondern auch in Reisebüros, Hotels, Destinationen, an Bord der Schiffe und in der Luftfahrt; gebündelt werden die Angebote aller Bereiche im Karrierebereich der TUI Group auf der Konzernwebsite. Was die Belegschaft über alle Bereiche hinweg eint, beschreibt Lena Weber, Head of Global Talent Attraction & Employee Experience bei der TUI Group, so:

„Uns alle eint bei TUI, dass wir die schönste Zeit des Jahres für unsere Kundinnen und Kunden gestalten.“

Lena Weber im Interview mit dem Berufswelt Journal.

Einstiegswege bei TUI: Ausbildung, duales Studium und Direkteinstieg

Der Konzern unterhält eigene Programme für Schulabgänger und Hochschulabsolventen und stellt zugleich erfahrene Fachkräfte ein. Die wichtigsten Wege im Überblick:

  • Ausbildung: TUI bildet unter anderem Tourismuskaufleute aus – im Reisebüro ebenso wie auf der Veranstalterseite. Hinzu kommen weitere kaufmännische Ausbildungsberufe in der Verwaltung.
  • Duales Studium: Duale Studiengänge verbinden Praxisphasen im Konzern mit dem Studium, etwa in der Wirtschaftsinformatik.
  • Traineeprogramme: Hochschulabsolventen steigen über Traineeprogramme ein, die Praxiserfahrung und theoretisches Wissen verbinden.
  • Direkteinstieg: Fachkräfte mit Berufserfahrung starten direkt, etwa in Digital & Tech, Verwaltung oder Vertrieb.
  • Quereinstieg: Auch ohne touristischen Hintergrund ist der Einstieg möglich – mehr dazu im folgenden Abschnitt.

Welche Ausbildungsberufe und Studiengänge konkret ausgeschrieben sind, hängt nach Angaben der Karrierewebsite von Standort, Team und Bedarf ab – nicht jedes Programm wird jedes Jahr angeboten. Ein Merkmal der Ausbildung bei TUI ist zudem die enge Verknüpfung mit dem eigenen Produkt. „Wer als junger Mensch zur TUI kommt, hat die Chance, Urlaubsdestinationen als Teil der Ausbildung kennenzulernen“, sagt Weber im selben Interview. Zum Vergleich: Wie andere Großarbeitgeber ihre Ausbildung aufstellen, zeigen die Porträts zur Ausbildung bei BMW, zur Ausbildung bei der Deutschen Bahn und zur Ausbildung bei RWE.

Quereinstieg und Direkteinstieg für Fachkräfte

TUI sucht nach Angaben von Weber derzeit vor allem in den Bereichen Digital & Tech und Verwaltung sowie für kundennahe Rollen in Reisebüro, Flugzeug und Hotel. Der Konzern setzt dabei ausdrücklich auf Quereinsteiger: Bis 2030 soll ein Viertel aller ausgeschriebenen Stellen mit ihnen besetzt werden, erklärt Weber im Interview. Bei der Auswahl zählen demnach vor allem Kompetenzen und Motivation – der formale Werdegang spielt eine geringere Rolle als in vielen anderen Konzernen. Gefragt sind sowohl Spezialisten für digitale Plattformen als auch kundenorientierte Talente für Reisebüro und Kundenservice. Wie andere Großunternehmen ihre Einstiegswege für Fachkräfte gestalten, zeigt zum Beispiel das Porträt zur Karriere bei Ford.

Für Wechselwillige ist außerdem die Vergütung ein Thema. Konkrete Gehälter hängen bei TUI von Bereich, Position und Standort ab. Wer vor dem Wechsel seine Vorstellungen klären will, findet passende Tipps und Argumente für die Gehaltsverhandlung im eigenen Ratgeber.

Internationale Karriere und flexible Arbeitsmodelle

Als globaler Konzern beschäftigt TUI Mitarbeiter in den europäischen Quellmärkten ebenso wie in Urlaubsdestinationen weltweit. Entsprechend selbstverständlich ist die Arbeit in internationalen Teams; die Karrierewebsite führt „Jobs im Ausland“ als eigene Rubrik.

Beim Arbeitsort setzt TUI auf das Modell „TUI Workwide“: Beschäftigte können bis zu 30 Arbeitstage im Jahr aus dem Ausland arbeiten. Die Regelung besteht nach Webers Angaben seit rund drei Jahren (Stand: Interview); eine feste Quote für die Anwesenheit im Büro gibt es nicht. TUI sei, so Weber, „ein wirklich flexibler Arbeitgeber in Bezug auf Arbeitszeit- und Arbeitsortgestaltung und auch wie man die Dinge angeht“.

Für kundennahe Rollen gilt allerdings ein fester Rahmen: Wer im Reisebüro, im Hotel oder an Bord arbeitet, ist an den Einsatzort gebunden. Die flexibelsten Modelle finden sich daher in Verwaltung und Zentrale. Wie andere Arbeitgeber flexible Arbeitsmodelle aufstellen, zeigen die Porträts zur Karriere bei Zalando und zur Karriere bei Westwing.

Weiterbildung und Entwicklung: Learning Lounge und Talentprogramme

Für die Entwicklung der eigenen Mitarbeiter betreibt TUI die interne Lernplattform „Learning Lounge“ mit Trainings zu fachlichen und überfachlichen Themen – von IT-Kenntnissen bis zu Kommunikation und Führung. Die Plattform steht Beschäftigten konzernweit zur Verfügung. Ergänzend fördern Talentprogramme den Nachwuchs für Führungsaufgaben. Beides zeigt: Der Konzern investiert in die langfristige Bindung seiner Mitarbeiter, statt Entwicklung dem Zufall zu überlassen.

So läuft die Bewerbung bei TUI ab

Alle offenen TUI Jobs bündelt der Konzern auf seiner Karrierewebsite, die im September 2024 neu gestartet ist. Nach Angaben von Lena Weber besuchen täglich rund 1.000 Interessierte die Seite. Die Stellenbörse lässt sich nach Karrierebereichen filtern – etwa Luftfahrt, Verwaltung, Kreuzfahrt, Digital, Data und Tech, Einstiegsprogramme, Technik und Instandhaltung, Jobs im Ausland und Reisebüro.

Die Bewerbung selbst läuft online über das Portal. Wer seine Unterlagen vorbereitet, profitiert von zwei Ratgebern des Berufswelt Journals: zum Aufbau und zur Reihenfolge der Bewerbungsmappe sowie zu typischen Fragen im Vorstellungsgespräch. Wie viele Gesprächsrunden folgen, hängt von der Position ab – von der Reisebüro-Fachkraft bis zur Führungsrolle in der Zentrale.

Kritischer Blick: Saisonalität in der Reisebranche

Die Touristik lebt von Saisonspitzen – und das spiegelt sich im Arbeitsmarkt der Branche. Viele Einstiegsjobs in den Destinationen und im Reisebüro sind an die Sommer- oder Wintersaison gebunden, was die Planungssicherheit für Berufseinsteiger einschränken kann, etwa bei befristeten Verträgen oder schwankenden Arbeitszeiten zur Hochsaison. Auch der TUI Geschäftsbericht 2025 beschreibt das Konzernjahr als geprägt von Winter- und Sommerreisemonaten.

Wer bei TUI startet, sollte deshalb im Auswahlprozess klären, ob eine Stelle saisonal oder ganzjährig besetzt ist und welche Perspektive nach der Saison besteht. Ganzjährige, ortsfeste Modelle finden sich eher in Zentrale, Verwaltung und Tech als in der Destination. Umgekehrt bieten Saisonjobs einen niedrigschwelligen Einstieg, um den Konzern kennenzulernen – für viele ein bewusster erster Schritt.

Häufige Fragen zur Karriere bei TUI

Die wichtigsten Antworten für Bewerber im Überblick:

Welche Ausbildungsberufe bietet TUI an?

TUI bildet unter anderem Tourismuskaufleute aus, im Reisebüro ebenso wie auf der Veranstalterseite. Dazu kommen weitere kaufmännische Ausbildungsberufe und duale Studiengänge, etwa Wirtschaftsinformatik. Die aktuelle Übersicht aller Programme steht auf der Karrierewebsite des Konzerns. Wie ein duales Studium in einem anderen Großkonzern abläuft, zeigt das Porträt zum dualen Studium bei der Deutschen Bahn.

Kann man bei TUI ohne Tourismus-Ausbildung einsteigen?

Ja. Der Konzern setzt gezielt auf Quereinsteiger und will nach Angaben von Lena Weber bis 2030 ein Viertel aller ausgeschriebenen Stellen mit ihnen besetzen. Gesucht wird vor allem in Digital & Tech, in der Verwaltung und in kundennahen Rollen.

Gibt es bei TUI internationale Jobs?

Ja. TUI beschäftigt Mitarbeiter in Märkten und Destinationen weltweit; die Karrierewebsite führt „Jobs im Ausland“ als eigene Rubrik. Mit TUI Workwide können Beschäftigte zudem bis zu 30 Arbeitstage pro Jahr aus dem Ausland arbeiten.

Wie läuft die Bewerbung bei TUI ab?

Die Bewerbung läuft online über die Karrierewebsite der TUI Group. Dort lassen sich Stellen nach Bereich und Standort filtern und direkt aufrufen; der weitere Auswahlprozess hängt von der jeweiligen Position ab.