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Weiterbildung

Bestatter-Gehalt: Verdienst in Ausbildung und Beruf

Berufswelt Journal Redaktion
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Bild von Pavel Danilyuk auf Pexels

Das Bestatter-Gehalt gehört zu den Berufsverdiensten, über die überraschend wenig gesichert bekannt ist – dabei interessiert es gerade Quereinsteiger in der beruflichen Neuorientierung und Ausbildungsinteressierte brennend. Kurz gesagt: Der Verdienst im Bestatterberuf liegt je nach Erfahrung, Region, Betriebsgröße und Weiterbildung zwischen rund 30.000 Euro im Einstieg und bis zu 80.000 Euro brutto im Jahr auf der obersten Karrierestufe, etwa in Institutsleitung oder Selbstständigkeit. Die ungewöhnlich große Spannbreite hat vor allem einen Grund: Die Bestattungsbranche wird in Deutschland überwiegend von inhabergeführten Familienbetrieben geprägt, in denen es keine Tarifbindung gibt. Dieser Artikel ordnet das Bestatter-Gehalt mit belegten Zahlen ein – von der Ausbildungsvergütung über das Einstiegs- und Durchschnittsgehalt bis zum Verdienst mit Meisterqualifikation und den Perspektiven in der Selbstständigkeit.

Das Wichtigste zum Bestatter-Gehalt auf einen Blick

  • Das Einstiegsgehalt als Bestattungsfachkraft liegt im deutschlandweiten Durchschnitt bei etwa 2.750 Euro brutto im Monat, je nach Betrieb in einer Spanne von rund 2.510 bis 3.000 Euro.
  • Das durchschnittliche Bestatter-Gehalt beträgt rund 44.346 Euro brutto im Jahr; der Median liegt bei etwa 41.291 Euro beziehungsweise rund 3.493 Euro brutto monatlich, je nach Datenquelle.
  • In der dreijährigen Ausbildung steigt die Vergütung von etwa 825 bis 1.000 Euro im ersten Jahr auf rund 1.069 bis 1.100 Euro im dritten Jahr (Orientierungswerte ohne Tarifbindung).
  • Mit der Weiterbildung zum Bestattungsfachwirt beziehungsweise Bestattermeister liegt das typische Entgelt bei rund 3.251 Euro brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen etwa 2.732 und 3.938 Euro.
  • Regional reicht die Spanne des Durchschnittsgehalts von etwa 38.673 Euro in Mecklenburg-Vorpommern bis zu rund 42.477 Euro in Hessen brutto pro Jahr.

Was verdient ein Bestatter? Gehalt im Überblick

Wer das Bestatter-Gehalt recherchiert, stößt schnell auf sehr unterschiedliche Zahlen. Das liegt daran, dass sich die Portale auf unterschiedliche Stichproben stützen – von gemeldeten Stellenanzeigen über sozialversicherungspflichtige Entgelte bis zu Selbstauskünften von Beschäftigten. Eine belastbare Einordnung ergibt sich aus dem Zusammenspiel mehrerer Quellen:

Für den Berufseinstieg nach der Ausbildung zur Bestattungsfachkraft nennt das Portal brutto-netto-gehaltsrechner.de einen deutschlandweiten Durchschnitt von etwa 2.750 Euro brutto im Monat, je nach Region und Aufgabenprofil in einer Spanne von rund 2.510 bis 3.000 Euro – hochgerechnet entspricht das etwa 30.000 bis 36.000 Euro im Jahr; gehalts.info beziffert den Berufseinstieg mit rund 30.000 Euro brutto jährlich. Das Durchschnittsgehalt aller Berufstätigen in diesem Beruf liegt höher: gehalts.info nennt für 2026 ein durchschnittliches Jahresbrutto von 44.346 Euro bei einem Median von 41.291 Euro; gehalt.de beziffert den Median auf 43.313 Euro im Jahr beziehungsweise 3.493 Euro im Monat. Nach etwa fünf Jahren Berufserfahrung werden laut brutto-netto-gehaltsrechner.de im Schnitt rund 3.150 Euro brutto monatlich erreicht – das entspricht etwa 37.800 Euro im Jahr; die höheren Jahreswerte der anderen Portale schließen Sonderzahlungen und höhere Erfahrungsstufen mit ein. Auf der obersten Karrierestufe, etwa in Leitungsfunktionen größerer Institute oder in der Selbstständigkeit, sind längerfristig auch Jahresgehälter bis rund 80.000 Euro möglich.

KarrierestufeGehalt brutto (Monat)Gehalt brutto (Jahr)Quelle / Stand
Einstiegsgehaltca. 2.510 – 3.000 € (Ø 2.750 €)ca. 30.000 – 36.000 €brutto-netto-gehaltsrechner.de, gehalts.info (Stand 2026)
Durchschnitt / Medianca. 3.150 – 3.493 €ca. 41.291 – 44.346 €gehalts.info, gehalt.de, brutto-netto-gehaltsrechner.de (Stand 2026)
Öffentlicher Dienst (Tarif)Vergütung nach TVöD EG 5 / EG 7, je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgrößebrutto-netto-gehaltsrechner.de
Typische Gesamtspanne (25.–75. Perzentil)ca. 3.160 – 3.861 €ca. 39.187 – 47.874 €gehalt.de
Karrierespitze (Leitung/Selbstständigkeit)bis ca. 80.000 €gehalts.info

Alle Angaben verstehen sich als Bruttoentgelte bei Vollzeitbeschäftigung. Weil die Erhebungsmethoden der Portale variieren, sollten einzelne Werte immer als Orientierung gelesen werden – besonders beim Bestatter-Gehalt, wo die Bandbreite aus strukturellen Gründen größer ist als in vielen anderen Handwerks- und Dienstleistungsberufen. Für die eigene Bewerbung als Quereinsteiger empfiehlt sich deshalb ein zweistufiger Blick: erst den branchenweiten Durchschnitt prüfen, dann das konkrete Angebot mit den regionalen Werten und der Betriebsform des potenziellen Arbeitgebers abgleichen.

Warum die Gehaltsspannen so groß sind

Die wichtigste Erklärung für die große Streuung des Bestatter-Gehalts liegt in der Branchenstruktur: Die meisten Bestattungsinstitute in Deutschland sind kleine, inhabergeführte Familienbetriebe – häufig über mehrere Generationen geführt, oft mit nur einer Handvoll Beschäftigten. Es gibt in der Branche keine flächendeckende Tarifbindung. Das heißt: Gehalt, Zuschläge und Entwicklungsperspektiven werden von Betrieb zu Betrieb individuell verhandelt. Ein Angestellter in einem etablierten Familieninstitut in einem Ballungsraum kann für dieselbe Tätigkeit deutlich mehr verdienen als ein Kollege in einem kleinen Betrieb auf dem Land.

Für Beschäftigte hat diese Struktur zwei Seiten. Einerseits fehlt die Planungssicherheit, die Tarifverträge in anderen Branchen bieten – etwa automatische Stufensteigerungen oder fest vereinbarte Zuschläge für Bereitschaftsdienste. Andererseits bedeutet individuelle Verhandlung auch Spielraum: Wer Zusatzqualifikationen mitbringt, Verantwortung übernimmt oder in der Angehörigenberatung besonders stark ist, kann sein Gehalt gezielt aushandeln. In der Gehaltsverhandlung lohnt es sich daher, konkrete Aufgabenfelder zu benennen – etwa die eigenverantwortliche Planung von Trauerfeiern, die Vorsorgeberatung oder kaufmännische Tätigkeiten – statt sich nur auf die Berufsbezeichnung zu berufen.

Als Gegenpol stehen die wenigen tarifgebundenen Beschäftigungsverhältnisse, etwa wenn Bestattungsfachkräfte in der öffentlichen Verwaltung oder an kommunalen Einrichtungen tätig sind. Dort wird häufig nach dem TVöD vergütet, üblicherweise in den Entgeltgruppen EG 5 bis EG 7 – neben einem geregelten Grundgehalt sichern diese Tarifverträge in der Regel auch Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie regelmäßige Stufenaufstiege. Hinzu kommen regionale Lohnniveaus, die Betriebsgröße und die individuelle Weiterbildung. Wer das Bestatter-Gehalt bewerten will, muss also immer fragen: In welchem Betrieb, in welcher Region, mit welcher Qualifikation?

Bestatter-Gehalt in der Ausbildung zur Bestattungsfachkraft

Der reguläre Zugang in den Beruf führt über die dreijährige duale Ausbildung zur Bestattungsfachkraft. Der Ausbildungsberuf ist seit 2003 staatlich anerkannt und wird mit einer Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer abgeschlossen. Die Ausbildung verbindet praktische Arbeit im Bestattungsinstitut mit Berufsschulunterricht. Zu den Inhalten zählen unter anderem Thanatopraxie (die hygienisch-kosmetische Versorgung Verstorbener), Trauerbegleitung, Bestattungsrecht und kaufmännische Grundlagen wie Angebotskalkulation und Abrechnung.

Die Ausbildungsvergütung liegt – mangels Tarifvertrag gibt es keine verbindlichen Sätze – in einem für duale Ausbildungen im Dienstleistungsbereich typischen Bereich. Die folgenden Werte sind branchenübliche Orientierungsgrößen, aus denen einzelne Betriebe auch nach oben ausscheren können:

AusbildungsjahrVergütung brutto/Monat (Orientierungsspanne)Hinweis
1. Ausbildungsjahrca. 825 – 1.000 €keine Tarifbindung, betriebsindividuell
2. Ausbildungsjahrca. 940 – 1.050 €keine Tarifbindung, betriebsindividuell
3. Ausbildungsjahrca. 1.069 – 1.100 €keine Tarifbindung, betriebsindividuell

Die genauen Beträge hängen vom Betrieb ab; da es keinen Branchentarifvertrag gibt, können einzelne Institute auch oberhalb der genannten Werte zahlen. Im Vergleich mit anderen dreijährigen Ausbildungen bewegt sich die Vergütung im soliden Mittelfeld – deutlich über typischen Vergütungen im Einzelhandel, aber unter den Spitzenwerten etwa im industriellen Handwerk. Wichtig ist die Perspektive: Die Ausbildung ist die Eintrittskarte in einen krisenfesten Beruf mit klarer Aufstiegskurve.

Praktisch relevant für Ausbildungsinteressierte: Weil die Vergütung verhandelbar ist, lohnt sich der Vergleich mehrerer Ausbildungsbetriebe in der Region bereits vor der Bewerbung. Neben dem Monatsbetrag sollten Bewerber auch auf begleitende Konditionen achten – etwa Übernahmeaussichten nach der Prüfung, die Übernahme von Kosten für Fachliteratur oder die Bereitschaft des Betriebs, spätere Weiterbildungen zu unterstützen. Ein Betrieb, der die Meisterfortbildung aktiv fördert, kann auf Jahre gerechnet wertvoller sein als ein geringfügig höheres Ausbildungsgehalt anderswo.

Gehalt nach Berufserfahrung: Wie sich der Verdienst entwickelt

Der Verdienst im Bestatterberuf steigt mit der Berufserfahrung spürbar, allerdings nicht automatisch – weil Tarifsteigerungen fehlen, hängt die Entwicklung stark vom Betrieb und von den übernommenen Aufgaben ab. Wer vom reinen Praxisdienst in die Planung von Trauerfeiern, die Beratung von Angehörigen oder kaufmännische Verantwortung wechselt, verbessert seine Verhandlungsposition deutlich. Die Auswertung von gehalt.de nach Berufserfahrung zeigt dabei einen vergleichsweise flachen, aber stetigen Anstieg: von rund 40.022 Euro brutto im Jahr bei unter drei Jahren Erfahrung auf etwa 43.590 Euro bei mehr als neun Jahren.

ErfahrungsstufeGehaltsband brutto/JahrEinordnung
Berufseinstieg (0–2 Jahre)ca. 30.000 – 36.000 €Assistenz- und Praxisaufgaben
Mit einigen Jahren Erfahrungca. 38.000 – 44.300 €selbstständige Trauerfeier-Planung, Angehörigenberatung
Erfahrene Fachkraft / Spezialaufgabenca. 44.000 – 47.900 €Thanatopraxie, Teamverantwortung, kaufmännische Leitung
Karrierestufe Leitung / Selbstständigkeitbis ca. 80.000 €Institutsleitung, eigener Betrieb

Die Werte sind grobe Bänder aus den genannten Quellen, keine festen Stufen. Der größte einzelne Gehaltssprung gelingt erfahrungsgemäß nicht durch reine Betriebszugehörigkeit, sondern durch die Weiterbildung zum Bestattermeister beziehungsweise Fachwirt für Bestattungsdienstleistungen – dazu unten mehr. Als Faustregel gilt: Wer nach fünf Jahren noch ausschließlich dieselben Aufgaben wie am ersten Tag übernimmt, wird auch gehaltsmäßig kaum vorankommen. Wer dagegen sukzessive Verantwortung erweitert, kann das Durchschnittsgehalt der Branche erreichen oder übertreffen.

Bestatter-Gehalt nach Bundesland und Region

Die regionalen Unterschiede beim Bestatter-Gehalt fallen moderat aus: Zwischen dem bestbezahlten und dem am niedrigsten bezahlten Bundesland liegen rund zehn Prozent. Die folgenden Werte stammen vom Portal gehalts.info (Datenstand 2026) und beziehen sich auf das durchschnittliche Jahresbrutto:

BundeslandØ Gehalt brutto/Jahr
Hessen42.477 €
Baden-Württemberg42.402 €
Rheinland-Pfalz42.063 €
Nordrhein-Westfalen41.432 €
Bremen41.395 €
Bayern41.272 €
Niedersachsen41.027 €
Saarland40.848 €
Hamburg40.754 €
Berlin40.001 €
Schleswig-Holstein39.944 €
Brandenburg39.850 €
Thüringen39.408 €
Sachsen-Anhalt38.993 €
Sachsen38.946 €
Mecklenburg-Vorpommern38.673 €

Bei der Interpretation hilft ein Blick auf die Lebenshaltungskosten: Ein nominell niedrigeres Gehalt in einer ostdeutschen oder ländlichen Region kann real kaufkräftiger sein als ein höherer Verdienst in einer teuren Metropolregion. Das Beispiel Niedersachsen zeigt den Effekt: Bei einem Preisniveau von Index 95,9 (Bundesschnitt = 100) entsprechen die dortigen 41.027 Euro kaufkraftbereinigt rund 42.781 Euro – aus einem nominalen Minus gegenüber dem Bundesmedian wird real ein Plus. Wer über einen Umzug nachdenkt, sollte das Gehaltsangebot daher immer zusammen mit Miet- und Preisniveau des Standorts bewerten.

Infografik: Bestatter-Gehalt nach Bundesland und Region Bundesland: Hessen | Ø Gehalt brutto/Jahr: 42.477 € Bundesland: Baden-Württe...

Gehalt nach Unternehmensgröße und Betriebsform

Auch die Betriebsgröße beeinflusst das Bestatter-Gehalt. Auswertungen von gehalt.de zeigen: In Unternehmen mit mehr als 20.000 Beschäftigten liegt das durchschnittliche Jahresgehalt in diesem Berufsbild bei rund 51.554 Euro brutto im Jahr; kleinere, inhabergeführte Betriebe liegen laut gehalt.de tendenziell deutlich darunter. Solche Großstrukturen sind in der Branche allerdings die Ausnahme – sie stehen für bundesweit tätige Bestattungsunternehmen oder Konzernstrukturen, während der Großteil der Beschäftigten in kleinen, inhabergeführten Betrieben arbeitet.

Praktisch heißt das: Wer maximale Verdienstchancen sucht, sollte neben der Region auch die Betriebsform im Blick haben. Größere Institute bieten eher feste Gehaltsstrukturen und Aufstiegspfade; kleine Familienbetriebe punkten dagegen oft mit Verantwortungsvielfalt, Gestaltungsspielraum und – bei Betriebsnachfolge – der Option, das Institut später selbst zu übernehmen. Gerade diese Nachfolgeperspektive ist in der Branche ein reales Karriereargument: Inhaber ohne familiäre Nachfolger suchen gezielt fähige Fachkräfte, die den Betrieb langfristig weiterführen können.

Bestatter-Gehalt im Überblick: Einstieg bis Meister

Die folgende Übersicht verdichtet die wichtigsten Gehaltsstufen des Berufswegs – von der Ausbildung über den Berufseinstieg bis zur Position mit Meister- beziehungsweise Fachwirtqualifikation und der Selbstständigkeit. Sie eignet sich auch als Grundlage für eine Infografik:

StufeVerdienst brutto/Monat
Ausbildung (1.–3. Jahr)ca. 825 – 1.100 €
Einstieg als Bestattungsfachkraftca. 2.510 – 3.000 €
Fachkraft mit etwa fünf Jahren Erfahrungca. 3.150 €
Erfahrene Fachkraftca. 3.800 €
Bestattungsfachwirt / Bestattermeister (typisches Entgelt)ca. 3.251 € (Spanne ca. 2.732 – 3.938 €)
Mit Personal- und Führungsverantwortungca. 4.300 €
Selbstständigkeit / Institutsleitungbis ca. 80.000 € Jahresbrutto und mehr

Die Kurve zeigt das zentrale Muster des Berufs: Der Einstieg ist ordentlich vergütet, die großen Sprünge entstehen aber erst durch Weiterbildung und Verantwortungsübernahme.

Weiterbildung zum Bestattermeister: Gehalt und Voraussetzungen

Die Weiterbildung zum geprüften Bestattermeister ist der wirksamste Hebel, um das eigene Bestatter-Gehalt nachhaltig zu steigern. Die Fortbildung ist bundeseinheitlich durch die Bestattermeisterverordnung (BestMstrV) geregelt; die Prüfung wird vor Handwerkskammern abgelegt, und die Vorbereitung erfolgt in der Regel berufsbegleitend. Diese bundesweite Vereinheitlichung ist für die Branche vergleichsweise jung – der einheitliche, staatlich geregelte Meisterabschluss macht die Qualifikation über Betriebs- und Landesgrenzen hinweg nachweisbar.

Finanziell lohnt sich der Schritt: Als Referenz nennt der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit (ausgewertet via berufe.de) für Bestattungsfachwirte beziehungsweise Bestattermeister ein typisches Entgelt von rund 3.251 Euro brutto im Monat – das entspricht etwa 39.012 Euro im Jahr – mit einer Spanne von etwa 2.732 bis 3.938 Euro (25. bis 75. Perzentil), je nach Erfahrung und Region. Ergänzend beziffert brutto-netto-gehaltsrechner.de das Niveau erfahrener Fachkräfte auf rund 3.800 Euro brutto monatlich; bei erweiterter Verantwortung oder Führung, etwa wenn Personal- und Einsatzplanung hinzukommen, sind um die 4.300 Euro brutto im Monat üblich.

Gehaltsstufe mit WeiterbildungGehalt brutto/Monat
Bestattungsfachwirt / Bestattermeister, typisches Entgeltca. 3.251 €
Spanne (25.–75. Perzentil)ca. 2.732 – 3.938 €
Erfahrene Fachkraft mit Spezialaufgabenca. 3.800 €
Mit Führungsverantwortung (Personal-/Einsatzplanung)ca. 4.300 €

Ein oft unterschätzter Vorteil ist die Förderung: Die Meisterfortbildung fällt unter das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG, umgangssprachlich „Meister-BAföG“), das die Kosten der Weiterbildung durch Zuschüsse und Darlehen abfedern kann. Das senkt das finanzielle Risiko erheblich und macht den Meistertitel auch für Beschäftigte ohne große Rücklagen erreichbar. Da die Vorbereitung berufsbegleitend möglich ist, entfällt zudem kein volles Gehalt – ein wichtiger Unterschied zu einem Vollzeitstudium als alternativem Karriereweg. Die genauen Förderkonditionen sollten Interessierte vor Beginn aktuell prüfen, da sie sich durch Gesetzesänderungen verschieben können.

Aufgaben und Voraussetzungen im Bestatterberuf

Das Gehalt ist nur die eine Seite – der Beruf verlangt ein Aufgabenprofil, das nicht zu jedem passt. Zu den Kernaufgaben von Bestattungsfachkräften gehören:

  • Überführung und würdevolle Versorgung Verstorbener, einschließlich hygienisch-kosmetischer Maßnahmen (Thanatopraxie)
  • Beratung und Begleitung trauernder Angehöriger, oft in emotional hochbelasteten Situationen
  • Organisation und Durchführung von Trauerfeiern und Bestattungen, inklusive Termin-, Musik- und Rednerkoordination
  • Behördliche Formalitäten: Sterbeurkunden, Friedhofs- und Krematoriumsunterlagen, Standesamt
  • Kaufmännische Aufgaben wie Angebote, Kalkulation, Abrechnung und Vorsorgeberatung

Diese Mischung aus handwerklich-praktischer, emotionaler und kaufmännischer Arbeit erklärt auch, warum die Gehaltsentwicklung so stark von den übernommenen Aufgaben abhängt: Eine Fachkraft, die vor allem im Überführungsdienst arbeitet, hat ein anderes Verhandlungsprofil als eine Kollegin, die Trauerfeiern eigenverantwortlich konzipiert und kalkuliert. Formale Zugangsvoraussetzungen sind niedrig: Ein bestimmter Schulabschluss ist gesetzlich nicht vorgeschrieben, die meisten Ausbildungsbetriebe erwarten allerdings mindestens einen Hauptschulabschluss, häufig die mittlere Reife. Entscheidend sind die persönlichen Voraussetzungen: hohe psychische Stabilität, Einfühlungsvermögen im Umgang mit Trauernden, ein gepflegtes, respektvolles Auftreten und die Bereitschaft zu Bereitschaftsdiensten – Todesfälle halten sich nicht an Bürozeiten. Die emotionale Belastung des Berufs sollte niemand unterschätzen: Wer täglich mit Tod und Trauer konfrontiert ist, braucht belastbare Strategien zur psychischen Abgrenzung.

Bestatter bereitet eine Trauerfeier vor und organisiert Blumenschmuck und Ablauf
Bild von Pavel Danilyuk

Zukunftsaussichten und Selbstständigkeit als Bestatter

Die Nachfrage nach Bestattungsleistungen ist strukturell stabil – die demografische Entwicklung in Deutschland sorgt dafür, dass Bestattungsfachkräfte auch langfristig gebraucht werden. Gleichzeitig verändert sich die Branche: Neue Bestattungsformen, zunehmende Vorsorgeberatung und individuellere Trauerfeiern schaffen neue Aufgabenfelder und damit Chancen für Fachkräfte mit Weiterbildung.

Als Karriereziel bietet sich die Selbstständigkeit an. Wer ein eigenes Bestattungsinstitut gründen oder übernehmen will, braucht dafür in der Regel die Meisterqualifikation – und tritt damit in die traditionellste Spur der Branche ein: Viele Institute werden seit Generationen familiengeführt, Betriebsnachfolgen sind ein gängiger Weg in die Selbstständigkeit. Die Verdienstperspektive steigt damit noch einmal deutlich: Während das typische Entgelt angestellter Fachkräfte im oberen Perzentil bei rund 47.874 Euro im Jahr liegt, sind auf der obersten Karrierestufe – etwa als selbstständiger Inhaber – Einkommen bis rund 80.000 Euro möglich, abhängig von Standort, Betriebsgröße und wirtschaftlichem Geschick. Die Selbstständigkeit bringt aber auch unternehmerisches Risiko, hohe Anfangsinvestitionen und die volle Verantwortung für Mitarbeiter und Kunden mit sich. Wer diesen Weg erwägt, profitiert von den kaufmännischen Inhalten der Meisterfortbildung – sie bilden die fachliche Basis für die Führung eines eigenen Instituts.

FAQ zum Bestatter-Gehalt

Was verdient ein Bestatter im Monat?

Je nach Datenquelle liegt das Bestatter-Gehalt im Median bei etwa 3.493 Euro brutto im Monat beziehungsweise im Durchschnitt bei rund 44.346 Euro im Jahr. Der Einstieg nach der Ausbildung beginnt bei durchschnittlich rund 2.750 Euro (Spanne etwa 2.510 bis 3.000 Euro), erfahrene Kräfte und Leitungskräfte erreichen deutlich mehr.

Was verdient man in der Ausbildung zum Bestatter?

Die Ausbildungsvergütung steigt üblicherweise von etwa 825 bis 1.000 Euro brutto im ersten Jahr über rund 940 bis 1.050 Euro im zweiten Jahr auf etwa 1.069 bis 1.100 Euro im dritten Jahr. Da es keinen Branchentarifvertrag gibt, handelt es sich um Orientierungswerte – einzelne Betriebe können auch höher zahlen.

Was verdient ein Bestattermeister?

Für Bestattungsfachwirte beziehungsweise Bestattermeister nennt der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit (via berufe.de) ein typisches Entgelt von rund 3.251 Euro brutto im Monat (etwa 39.012 Euro im Jahr) mit einer Spanne von etwa 2.732 bis 3.938 Euro. Mit Führungsverantwortung sind um die 4.300 Euro brutto monatlich üblich, in der Selbstständigkeit deutlich mehr.

Unterscheidet sich das Bestatter-Gehalt nach Bundesland?

Ja, allerdings moderat: Die Spanne reicht laut gehalts.info von rund 38.673 Euro brutto im Jahr in Mecklenburg-Vorpommern bis zu 42.477 Euro in Hessen – etwa zehn Prozent Unterschied allein durch den Arbeitsort.

Kann man sich als Bestatter selbstständig machen?

Ja. Die übliche Basis ist die Weiterbildung zum geprüften Bestattermeister nach der Bestattermeisterverordnung. Viele Wege in die Selbstständigkeit laufen über die Übernahme bestehender Familienbetriebe. Auf der obersten Karrierestufe sind Einkommen von bis zu rund 80.000 Euro im Jahr möglich.

Lohnt sich der Beruf finanziell?

Im Vergleich aller Ausbildungsberufe liegt das Bestatter-Gehalt im soliden Mittelfeld – mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von rund 41.291 bis 44.346 Euro, durchaus vergleichbar mit dem Gehalt einer Pflegefachkraft. Wer die Weiterbildung zum Meister nutzt und Verantwortung übernimmt, kann den Verdienst deutlich steigern. Hinzu kommt ein Arbeitsmarkt mit stabiler, krisenfester Nachfrage.