Fachkräftemangel im SHK-Handwerk: Warum Traditionsbetriebe wie Groschberger jetzt Chancen bieten

Wer heute eine Ausbildung oder einen beruflichen Neustart sucht, schaut häufig zuerst auf Büroberufe und digitale Branchen. Dabei sind es ausgerechnet klassische Handwerksberufe, in denen bundesweit besonders viele Stellen unbesetzt bleiben: Das Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik-Handwerk (SHK) ist seit Jahren von einem spürbaren Fachkräftemangel betroffen, und die Wärmewende verschärft den Bedarf zusätzlich. Für Berufseinsteiger, wechselinteressierte Fachkräfte und Quereinsteiger ergeben sich daraus konkrete Chancen: Die Nachfrage nach Personal ist hoch, und neue Technologien schaffen zusätzliche Tätigkeitsfelder.
Warum Fachkräfte im SHK-Handwerk derzeit so gefragt sind
in Blick auf die Branche zeigt die Dimension: Mit Zehntausenden Fachbetrieben und Hunderttausenden Beschäftigten gehört das SHK-Handwerk zu den tragenden Säulen des deutschen Ausbaugewerbes. Gleichzeitig ist die Branche ein Schlüsselakteur der Energiewende: Kein Gebäude wird klimafreundlich beheizt, ohne dass Fachkräfte Wärmepumpen installieren oder Heizsysteme modernisieren. Genau an solchen Fachkräften mangelt es jedoch Fachmedien berichten, dass der Personalmangel den Ausbau der Wärmepumpe spürbar verzögert.
Wie etablierte Betriebe auf diese Entwicklung reagieren, zeigt das Beispiel der Firma Sebastian Groschberger Heizungsbau & Sanitär GmbH: Der Meisterbetrieb für Heizung und Sanitär im Raum München verbindet klassisches Handwerk mit moderner Technik vom Badumbau über Gas- und Ölheizungen bis hin zu Solaranlagen und regenerativen Energien.
Gleichzeitig arbeiten Forschung und Industrie daran, die vorhandenen Fachkräfte zu entlasten. Das Projekt „Wespe“ etwa untersucht, wie digitale Werkzeuge und smarte Arbeitsabläufe SHK-Betriebe im Alltag unterstützen können, damit das Personal mehr Zeit für die eigentliche Facharbeit hat. Für Menschen, die in das Gewerk einsteigen, bedeutet das: Wer hier arbeitet, wird gebraucht und kann mit einer Nachfrage rechnen, die strukturell begründet ist und nicht von kurzfristiger Konjunktur abhängt.
Traditionsbetriebe als stabile Arbeitgeber – Beispiel Meisterbetrieb seit 1924
Was macht einen Arbeitgeber im Handwerk attraktiv? Neben einer fairen Bezahlung zählen für viele Fachkräfte vor allem ein sicherer Arbeitsplatz und die Möglichkeit, von erfahrenen Kollegen zu lernen. Hinzu kommt die Erwartung, dass das Unternehmen auch in zehn oder zwanzig Jahren noch besteht. Traditionsbetriebe bringen genau diese Eigenschaften mit: Groschberger etwa ist ein Innungs-Meisterbetrieb, der bereits seit 1924 besteht eine Kontinuität von mehr als hundert Jahren, die für Stabilität und Erfahrung im Gewerk spricht. Wie Innungsbetriebe allgemein ist auch dieser Betrieb an die fachlichen Standards des Gewerks gebunden.
Heute steht der Betrieb mit seinem Büro in Neubiberg und der Werkstatt in München-Ramersdorf fest im Südosten Münchens. Das Team deckt ein breites Spektrum ab von Sanitär und Heizung über Badumbau und Kundendienst bis zu Solaranlagen, regenerativen Energien, Wasseraufbereitung und Trinkwasserprobeentnahme. Für Mitarbeitende bedeutet diese Breite abwechslungsreiche Aufgaben und die Möglichkeit, sich in unterschiedliche Richtungen zu spezialisieren.
Kontinuität ist dabei auch ein Qualitätsmerkmal: Ständige Weiterbildung gehört in Meisterbetrieben dieser Art zum Selbstverständnis, weil sich Vorschriften, Normen und Techniken laufend ändern. Berufseinsteiger profitieren von strukturierter Ausbildung und erfahrenen Ansprechpartnern; erfahrene Fachkräfte finden ein Umfeld, in dem Können ernst genommen wird.
Ausbildung, Erfahrung und neue Technik: Chancen im Handwerk von heute
Auch die Ausbildungssituation spricht für einen Einstieg ins SHK-Handwerk. Nach Angaben des Zentralverbands Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) ist die Ausbildungslage im Gewerk insgesamt stabil sie bleibt aber hinter dem wachsenden Fachkräftebedarf zurück. Für Auszubildende ist das eine gute Ausgangslage: Wer die Prüfung besteht, tritt in einen Arbeitsmarkt ein, in dem Betriebe aktiv um Nachwuchs werben müssen.
Hinzu kommt der Technikwandel: Mit Wärmepumpen, Solaranlagen und moderner Wasseraufbereitung entstehen Tätigkeitsfelder, die vor zwanzig Jahren kaum eine Rolle spielten. Wer heute Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik lernt, arbeitet später an der Schnittstelle von Handwerk und Energietechnik ein Berufsbild mit Zukunft, in dem handwerkliches Geschick und technisches Verständnis gleichermaßen gefragt sind.
Traditionsbetriebe wie Groschberger zeigen, dass sich Erfahrung und Innovation nicht ausschließen: Wer sein Handwerk seit Jahrzehnten zuverlässig ausübt und gleichzeitig auf neue Technologien setzt, schafft Arbeitsplätze, die beides bieten – Bodenständigkeit und Zukunftssicherheit. Angesichts der vielen Betriebe, die derzeit Fachkräfte suchen, haben Interessierte die Wahl und können gezielt auf Arbeitgeber achten, die Kontinuität, Weiterbildung und moderne Technik glaubwürdig verbinden. Ein Beruf im SHK-Handwerk ist damit mehr als eine sichere Stelle: Er verbindet klassisches Handwerk mit einem konkreten Beitrag zur Energiewende.


