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Weiterbildung

Bodenleger/in: Ausbildung, Berufsalltag und ein Praxisbeispiel aus Haan und Solingen Ob Neubau, Renovierung od

Berufswelt Journal Redaktion
Bodenleger/in: Ausbildung, Berufsalltag und ein Praxisbeispiel aus Haan und Solingen Ob Neubau, Renovierung od

Ob Neubau, Renovierung oder Büroumbau: Kaum eine Handwerksleistung prägt das Raumgefühl so unmittelbar wie der Bodenbelag. Wer einen neuen Boden verlegen lässt, verlässt sich dabei auf das Können von Bodenlegerinnen und Bodenlegern. Der Beruf ist ein anerkannter dualer Ausbildungsberuf, der Materialkunde, Verlegetechnik und Kundenberatung verbindet und im Handwerk seit Jahren solide Perspektiven bietet. Dieser Beitrag erklärt, was zum Berufsalltag gehört, wie die Ausbildung abläuft und welche Verdienstmöglichkeiten sich danach eröffnen. Ein regionaler Fachbetrieb aus dem Bergischen Land zeigt zudem, wie sich das erlernte Handwerk in der Praxis niederschlägt.

Berufsbild: Was Bodenlegerinnen und Bodenleger täglich tun

Bodenlegerinnen und Bodenleger verlegen textile und elastische Bodenbeläge ebenso wie Parkett, Laminat und moderne Designböden. Ihr Arbeitsfeld reicht vom privaten Wohnzimmer über Büroetagen und Praxen bis zu Turnhallen und Werksgebäuden überall dort, wo der Boden Nutzung und Atmosphäre eines Raums entscheidend mitbestimmt. Er ist die größte zusammenhängende Fläche im Raum und muss über Jahre hinweg hohen Belastungen standhalten. Immer häufiger werden zudem Design- und Vinylbeläge nachgefragt, die Holz- oder Steinoptiken nachbilden und dabei robust und pflegeleicht sind.

Der Arbeitsalltag beginnt lange vor der eigentlichen Verlegung. Fachkräfte prüfen den Untergrund, messen die Restfeuchte im Estrich, gleichen Unebenheiten aus und bereiten den Boden mit Schleif- und Spachtelarbeiten vor. Erst dann folgen die Verlegetechniken, die je nach Material stark variieren: Teppichboden wird verklebt oder gespannt, Vinyl und PVC präzise zugeschnitten und fugendicht verlegt, Parkett geklebt oder schwimmend verlegt und anschließend versiegelt oder geölt. Auch die Verlegung auf Treppen sowie rutschhemmende Beläge für gewerbliche Bereiche zählen regelmäßig zum Aufgabenfeld. Hinzu kommen Beratung und kaufmännische Aufgaben: Bodenleger empfehlen Materialien passend zur Nutzung, kalkulieren den Bedarf und erstellen Angebote. Gearbeitet wird meist im Team auf wechselnden Baustellen. Handwerkliches Geschick, Sorgfalt und eine gewisse körperliche Fitness sind unverzichtbar, denn Fehler in der Verlegung zeigen sich oft erst Jahre später etwa als knarrende Dielen, wellige Beläge oder Feuchtigkeitsschäden.

Ausbildung zum Bodenleger/zur Bodenlegerin

Der Weg in den Beruf führt über eine duale Ausbildung, die bundesweit einheitlich geregelt ist. Die Ausbildungsdauer beträgt 36 Monate; die Inhalte legt die Verordnung über die Berufsausbildung zum Bodenleger/zur Bodenlegerin (BodenlAusbV) vom 17. Juni 2002 fest. Gelernt wird im Wechsel zwischen Ausbildungsbetrieb und Berufsschule, abgeschlossen wird mit der Gesellenprüfung. Die praktische Ausbildung findet überwiegend im Betrieb und auf wechselnden Baustellen statt, ergänzt um überbetriebliche Lehrgänge, in denen Auszubildende spezielle Verlegetechniken üben. Der Ausbildungsrahmenplan gliedert die zu vermittelnden Fertigkeiten und Kenntnisse dabei sachlich und zeitlich über die drei Lehrjahre.

Auszubildende lernen, Bauzeichnungen und Verlegepläne zu lesen, Untergründe fachgerecht vorzubereiten und Beläge unterschiedlichster Art zu verarbeiten – von Nadelvlies und Teppichfliesen über elastische Beläge wie Vinyl und Linoleum bis hin zu Parkett und Laminat. Materialkunde spielt eine zentrale Rolle: Welcher Belag eignet sich für stark frequentierte Flure, welcher für Feuchträume, welcher für Allergikerhaushalte? Auch das Verlegen von Profilen, Sockelleisten und Übergangsschienen sowie Instandsetzungsarbeiten an Bestandsböden gehören zum Ausbildungsplan, ergänzt um kaufmännische Grundlagen wie Angebotserstellung und Abrechnung.

Wie hoch die Vergütung während der Ausbildung ausfällt, hängt unter anderem von Tarifbindung, Region und Betrieb ab. Das Ausbildungsportal azubi.de nennt als grobe Orientierung folgende Durchschnittswerte:

Ausbildungsjahr Monatliche Vergütung (Orientierungswert)

1. Ausbildungsjahr ca. 885 Euro

2. Ausbildungsjahr ca. 952 Euro

3. Ausbildungsjahr ca. 1.032 Euro

Die tatsächliche Vergütung kann je nach Tarifgebiet und Unternehmen davon abweichen; tariflich gebundene Betriebe zahlen häufig mehr. Fest steht: Die Vergütung steigt mit jedem Lehrjahr, und Auszubildende verdienen im Handwerk vom ersten Tag an eigenes Geld.

Berufsaussichten und Verdienst nach der Ausbildung

Das Bauhandwerk meldet seit Jahren einen anhaltenden Fachkräftebedarf, und auch Bodenlegerbetriebe suchen regelmäßig ausgebildete Fachkräfte. Der hohe Modernisierungs- und Sanierungsbedarf in deutschen Wohngebäuden sorgt für einen stabilen Auftragseingang: Böden werden erneuert, barrierefrei umgebaut oder im Zuge energetischer Sanierungen angepasst. Ähnlich wie in anderen Gewerken des Ausbaus profitieren Berufseinsteiger hier von einer guten Ausgangslage auf dem Arbeitsmarkt: Die Auftragsbücher vieler Betriebe sind gut gefüllt, und die demografische Entwicklung verstärkt den Bedarf an ausgebildeten Fachkräften zusätzlich. Auch Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger finden über Umschulungen den Weg ins Gewerk.

Beim Verdienst nach der Gesellenprüfung sind pauschale Aussagen schwierig, weil Region, Betriebsgröße und Spezialisierung stark variieren. Als grobe Orientierung nennt azubi.de ein Einstiegsgehalt von rund 2.630 Euro brutto im Monat; die Gehaltsplattform powerus.de beziffert das durchschnittliche Bruttogehalt erfahrener Bodenleger auf etwa 3.000 Euro monatlich. Solche Portalwerte ersetzen keine individuelle Gehaltsverhandlung, zeigen aber die ungefähre Größenordnung. Wer sich weiterqualifiziert, verbessert seine Perspektiven deutlich: Die Meisterprüfung im Bodenlegerhandwerk öffnet den Weg in Führungspositionen und in die Selbstständigkeit ein eigener Betrieb bleibt in diesem Gewerk eine realistische Karriereoption.

Regionale Praxis: Bodenverlegung bei Fußbodentechnik Schauf in Haan und Solingen

Wie sich die Inhalte der Ausbildung im echten Berufsalltag widerspiegeln, zeigt ein Blick auf etablierte Fachbetriebe der Region. Die Fußbodentechnik Schauf GmbH & Co. KG mit Hauptniederlassung in Haan ist ein Beispiel dafür: Das inhabergeführte Unternehmen unter Leitung von David Schauf blickt nach eigenen Angaben auf mehr als 35 Jahre Erfahrung im Bodenbereich zurück und betreibt neben dem Stammhaus in Haan mit Bodenkonzepte SCHAUF eine Zweigniederlassung in Solingen. Das bergische Städtedreieck aus Haan, Solingen und Hilden liegt eng beieinander, sodass Kunden beide Standorte bequem erreichen. Auf rund 800 Quadratmetern Ausstellungsfläche können sich Kunden einen Eindruck von aktuellen Kollektionen, Farben und Designs verschaffen ein Angebot, das weit über den klassischen Musterkoffer hinausgeht.

Das Leistungsspektrum deckt genau jene Bereiche ab, die auch die Ausbildung prägt: Beratung, Verkauf und fachgerechte Verlegung hochwertiger Markenböden kommen aus einer Hand, sowohl für private Wohnräume als auch für Geschäftsräume und Gewerbeobjekte in Haan, Solingen und Hilden. Neben Teppich- und Vinylböden gehören hochwertige Parkettböden in Solingen und Haan zum Kernangebot inklusive Verlegung durch das eigene Team. Gerade bei Parkett zeigt sich, warum Fachkunde zählt: Der Untergrund muss stimmen, das Holz arbeitet je nach Raumklima, und erst die fachgerechte Verlegung und Oberflächenbehandlung machen aus dem Naturprodukt einen langlebigen Boden.

Auf Google wird der Betrieb derzeit mit 4,8 bei 39 Bewertungen bewertet ein Indiz dafür, dass die Kombination aus Beratung und handwerklicher Ausführung bei der Kundschaft ankommt. Für Auszubildende und Berufseinsteiger verdeutlicht ein solcher Betrieb zugleich, wie vielseitig der Berufsalltag tatsächlich ist: Beratungsgespräche in der Ausstellung, Materialkunde bei der Auswahl, präzise Handwerksarbeit auf der Baustelle. Genau diese Mischung macht den Beruf für Menschen attraktiv, die gern praktisch arbeiten und am Ende des Tages ein sichtbares Ergebnis ihrer Arbeit sehen wollen.

Worauf Bauherren bei der Wahl des Fachbetriebs achten sollten

Ob Eigentümer einer Altbauwohnung oder Bauherr eines Neubaus: Die Wahl des Fachbetriebs entscheidet über die Haltbarkeit des Ergebnisses. Einige Kriterien helfen bei der Auswahl. Erstens sollten Referenzen und Bewertungen nachvollziehbar sein – fertige Projekte sagen mehr als Versprechen. Zweitens lohnt sich der Blick auf die Beratungsqualität: Gute Betriebe fragen nach Nutzung, Budget und Raumklima, statt pauschal ein Material zu empfehlen. Drittens ist es von Vorteil, wenn Beratung, Verkauf und Verlegung aus einer Hand kommen, weil dann ein Ansprechpartner für das Gesamtergebnis verantwortlich ist. Eine Ausstellung vor Ort, wie sie etwa Fußbodentechnik Schauf in Haan unterhält, erleichtert zudem die Materialauswahl, weil sich Beläge an großformatigen Mustern real beurteilen lassen. Und schließlich sollte das Angebot transparent kalkuliert und aufgeschlüsselt sein. Wer diese Punkte prüft, trifft in der Regel eine belastbare Entscheidung und profitiert am Ende von genau jener Fachkompetenz, die eine fundierte Ausbildung im Bodenlegerhandwerk vermittelt. Für junge Menschen, die selbst einen Einstieg in dieses Gewerk erwägen, lohnt der Blick auf etablierte Betriebe der Region übrigens doppelt: als Ansprechpartner für den neuen Boden und als potenzieller Ausbildungsbetrieb.