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Wie Rohrservice organisiert wird: Sebastian Witzan von Rohr-Royal im Interview

Berufswelt Journal Redaktion
Wie Rohrservice organisiert wird: Sebastian Witzan von Rohr-Royal im Interview

Wenn das Wasser im Waschbecken stehen bleibt oder ein Abfluss wiederholt Probleme macht, rückt die technische Frage schnell in den Vordergrund: Wo liegt die Störung, und welches Verfahren passt dazu? Für einen Rohrservice beginnt die Arbeit mit einer verständlichen Beschreibung der Situation. Sebastian Witzan von Rohr-Royal spricht über den Rohrservice. Im Interview erläutert er, welche Informationen bei einer Anfrage helfen, wie sich verschiedene Leistungen unterscheiden und welche Rolle Erreichbarkeit und Ausstattung für den Service im Raum München spielen.

Wenn ein Routineproblem plötzlich dringend wird

Berufswelt Journal: Wann wird aus einem langsam ablaufenden Abfluss ein Fall für fachliche Unterstützung?

Sebastian Witzan: Langsam ablaufendes Wasser kann zunächst wie eine kleine Unannehmlichkeit wirken. Wenn es stehen bleibt, ein Abfluss gar nicht mehr funktioniert oder eine Störung wiederkehrt, verändert sich die Situation. Dann ist wichtig, nicht allein vom sichtbaren Symptom auf die Ursache zu schließen. Ein betroffenes Waschbecken ist etwas anderes als mehrere gleichzeitig auffällige Abläufe; bei Letzterem muss möglicherweise ein größerer Leitungsbereich betrachtet werden. Rohr-Royal bietet für solche Anliegen Rohr- und Kanalreinigung an und ist an 365 Tagen im Jahr erreichbar. Erreichbarkeit bedeutet zunächst, dass Betroffene ihr Problem auch außerhalb üblicher Geschäftszeiten schildern können. Welche technische Arbeit erforderlich ist, hängt vom konkreten Befund ab. Gerade wenn ein Raum oder eine sanitäre Einrichtung nicht mehr normal nutzbar ist, hilft eine klare Beschreibung mehr als die Vermutung, die Ursache bereits zu kennen.

Was am Telefon schon weiterhilft

Berufswelt Journal: Welche Angaben können Kundinnen und Kunden bei einer Anfrage sinnvollerweise machen?

Sebastian Witzan: Hilfreich ist zunächst der genaue Ort der Auffälligkeit: Geht es um die Küchenspüle, die Dusche, eine Toilette oder um einen Ablauf außerhalb des Gebäudes? Ebenso wichtig ist der Verlauf. Läuft das Wasser nur langsamer ab als sonst, steht es bereits, oder ist das Problem nach einer zwischenzeitlichen Besserung zurückgekehrt? Wer mehrere betroffene Stellen bemerkt, sollte auch das erwähnen. Diese Beobachtungen ersetzen keine Untersuchung der Leitung, geben aber einen verständlichen Ausgangspunkt für das Gespräch. Für Hausverwaltungen und Gewerbebetriebe kommt hinzu, den betroffenen Gebäudebereich und die Bewohner möglichst eindeutig zu benennen. So lässt sich eine Meldung zu einem einzelnen Ablauf von einer Störung unterscheiden, die mehrere Nutzerinnen und Nutzer betrifft. Niemand muss am Telefon einen technischen Fachbegriff finden: Was sichtbar ist und seit wann es auffällt, ist die nützlichere Information.

Erst verstehen, dann das Verfahren wählen

Berufswelt Journal: Auf Ihrer Münchner Leistungsseite stehen TV-Kanaluntersuchungen neben der Rohrreinigung. Wie unterscheiden sich Diagnose und Reinigung?

Sebastian Witzan: Eine Kamerabefahrung dient dazu, einen Leitungsbereich sichtbar zu untersuchen. Reinigungstechniken verfolgen dagegen das Ziel, Ablagerungen oder Hindernisse zu beseitigen. Die Unterscheidung ist wichtig, weil ein wiederkehrendes Problem andere Fragen aufwerfen kann als ein erstmals verstopfter Ablauf. Die Rohrreinigung in München gehört zum Leistungsspektrum von Rohr-Royal. Welches Verfahren sinnvoll ist, lässt sich jedoch nicht allein aus dem Wort „Verstopfung“ ableiten. Entscheidend sind unter anderem die betroffene Stelle und das, was sich über den Leitungsbereich feststellen lässt. Das Leistungsspektrum richtet sich an private Haushalte, Unternehmen und Hausverwaltungen im Münchner Stadtgebiet und im Landkreis München. Die technische Einordnung sollte sich am jeweiligen Problem orientieren, statt für jeden Ablauf dieselbe Vorgehensweise vorauszusetzen.

Vom einzelnen Abfluss bis zur Hebeanlage

Berufswelt Journal: Warum reicht der Begriff Rohrreinigung nicht aus, um Ihr gesamtes Arbeitsfeld zu beschreiben?

Sebastian Witzan: Unter einer Abflussstörung stellen sich viele Menschen zunächst ein Waschbecken oder eine Dusche vor. Tatsächlich können auch Fallleitungen, Hausanschlussleitungen und Kanäle betroffen sein. Darüber hinaus umfasst das Angebot TV-Inspektionen, Dichtheitsprüfungen und Pumpenservice; auch Hebeanlagen gehören zum Arbeitsfeld von Rohr-Royal. Diese Leistungen beantworten unterschiedliche Fragen. Bei einer Reinigung steht die Nutzbarkeit einer Leitung im Vordergrund. Eine Inspektion hilft, ihren Zustand zu beurteilen. Bei einer Dichtheitsprüfung geht es wiederum um eine andere technische Eigenschaft als bei einer akuten Verstopfung. Auch eine Hebeanlage lässt sich nicht einfach wie ein einzelner Ablauf betrachten, weil dort zusätzlich technische Komponenten eine Rolle spielen. Wer ein Problem meldet, muss diese Kategorien nicht selbst trennen. Für die erste Beschreibung genügt es, die betroffene Einrichtung und die wahrnehmbare Störung möglichst genau zu benennen.

Erreichbarkeit und Ausstattung als Organisationsaufgabe

Berufswelt Journal: Ein 24-Stunden-Service klingt zunächst nach einer ständig besetzten Rufnummer. Was gehört darüber hinaus zu einem solchen Angebot?

Sebastian Witzan: Eine erreichbare Ansprechstelle ist der Anfang, aber ein Rohr- und Kanalservice braucht auch die passende technische Ausstattung für unterschiedliche Aufgaben. Rohr-Royal verfügt über eine eigene Fahrzeugflotte und einen spezialisierten Maschinenpark. Das ist für das Leistungsspektrum relevant: Eine Abflussreinigung in einer Wohnung stellt andere Anforderungen als die Untersuchung eines Kanals oder eine Arbeit an einer Hebeanlage. Die Ausstattung allein entscheidet allerdings noch nicht, welches Gerät in einer konkreten Situation benötigt wird. Zuerst muss verständlich sein, was betroffen ist; anschließend lässt sich die technische Fragestellung einordnen. Bei einem Angebot, das an 365 Tagen rund um die Uhr erreichbar ist, gehört diese Verbindung aus Kontaktmöglichkeit und fachlicher Einschätzung zum Servicegedanken. Für Betroffene zählt vor allem, dass sie ihr Anliegen schildern können, ohne bereits eine fertige Diagnose liefern zu müssen.

Berufswelt Journal: Welche Bedeutung hat die Kommunikation, wenn Arbeiten an Leitungen für Kundinnen und Kunden schwer nachzuvollziehen sind?

Sebastian Witzan: Abwasserleitungen liegen häufig verborgen. Von außen ist deshalb nicht immer erkennbar, welcher Bereich betroffen ist oder weshalb eine Untersuchung sinnvoll sein kann. Umso wichtiger ist eine verständliche Trennung zwischen Beobachtung, technischem Befund und möglicher Maßnahme. Wenn beispielsweise Wasser an einer Stelle stehen bleibt, beschreibt das zunächst nur ein Symptom. Eine Kamerabefahrung kann bei geeigneten Leitungsbereichen zusätzliche Informationen liefern; daraus ergibt sich erst die Grundlage, das weitere Vorgehen zu erläutern. Verständliche Kommunikation ist für private Haushalte ebenso wichtig wie für Hausverwaltungen, die Informationen an Eigentümer oder Bewohner weitergeben müssen. Sie schafft keine Gewissheit, bevor eine Leitung untersucht wurde. Sie hilft aber dabei, Erwartungen realistisch zu halten und technische Entscheidungen nachvollziehbar zu besprechen, statt aus einem einzelnen sichtbaren Zeichen vorschnell eine bestimmte Ursache abzuleiten.

Was Kundinnen und Kunden selbst beitragen können

Berufswelt Journal: Was ist bis zur fachlichen Einschätzung hilfreich, ohne selbst an der Anlage zu arbeiten?

Sebastian Witzan: Am meisten hilft eine ruhige, genaue Beobachtung. Welche Stelle ist betroffen, seit wann tritt das Problem auf, und gab es ähnliche Auffälligkeiten schon früher? Falls mehrere Abläufe betroffen sind, ist auch das eine wichtige Information. Wer eine Hausverwaltung oder einen Betrieb über die Störung informiert, kann diese Angaben direkt weitergeben, damit die Situation nicht bei jeder Rückfrage neu beschrieben werden muss. Dagegen ist es wenig hilfreich, sich allein aufgrund eines sichtbaren Symptoms auf eine Ursache oder ein bestimmtes Reinigungsverfahren festzulegen. Eingriffe an Pumpen, Hebeanlagen oder anderen technischen Komponenten gehören in fachkundige Hände. Für den ersten Kontakt ist kein Spezialwissen erforderlich: Eine nachvollziehbare Schilderung dessen, was tatsächlich passiert, erleichtert die Einordnung und bildet einen guten Ausgangspunkt für die weitere Untersuchung.